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Meldung vom 21.08.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Zum Tod von Ileana Cotrubas

Der Österreichischen Kammersängerin wurde die Wiener Staatsoper zur künstlerischen Heimat

Die Wiener Staatsoper trauert um die große Sopranistin KS Ileana Cotrubaș, die im Alter von 87 Jahren verstorben ist. All jene, die sie gehört und auf der Bühne erlebt hatten, geraten noch heute ins Schwärmen. Für nicht wenige, war sie die Violetta, die Nedda, die Mimì, die Gilda ihrer Zeit. Aber auch als Susanne oder Tatjana setzte sie Maßstäbe. Äußere, glatte Perfektion war nicht, was sie suchte, sondern künstlerische Wahrheit in Gesang und Spiel – und durch diese wurden bei Cotrubaș selbst einzelne Phrasen zum Ereignis, durch ihre nuancenreiche Farbgebung Emotionen und einzelne Momente zu Musik, zu hörbarer und fühlbarer Leidenschaft. Allein, wie sie als Violetta auf der berühmten Aufnahme unter Carlos Kleiber (an der Seite von Plácido Domingo und Sherrill Milnes) den an sie gerichteten Brief Giorgio Germonts vortrug, schrieb Aufführungsgeschichte. Und kaum eine Sopranistin hat durch das abschließende »È tardi!« Violettas Trauer, ihre Verzweiflung, ihre Trostlosigkeit so wirkungsmächtig und ans Herz gehend ausgerufen, wie sie.

Solide Ausbildung, frühe Erfolge

Im rumänischen Galați geboren, begann die Cotrubaș ihre Ausbildung 1948 im Kinderchor der Bukarester Nationaloper und bei Radio Bukarest, später studierte sie am Konservatorium von Bukarest und in Wien. Zahlreiche Engagements führten die in Wien lebende Sopranistin an die großen Bühnen in Paris, Mailand, New York, London, Berlin und Amsterdam sowie zu den Salzburger Festspielen und nach Glyndebourne, wobei die Wiener Staatsoper für sie stets eine Sonderstellung, eine echte künstlerische Heimat blieb. 1969 debütierte sie hier als Pamina (Die Zauberflöte) und war dem Haus bis 1990 u.a. als Violetta (La traviata), Nedda (Pagliacci), Mimì (La Bohème), Sophie (Der Rosenkavalier), Gilda (Rigoletto), Tatjana (Eugen Onegin), Zerlina (Don Giovanni), Adina (L’elisir d’amore), Amelia (Simon Boccanegra) und Micaëla (Carmen) zu erleben. Als streitbare Diskutantin sogar noch bis 2012.

1981 wurde Ileana Cotrubaș zur Österreichischen Kammersängerin ernannt, 1991 mit der Ehrenmitgliedschaft der Wiener Staatsoper ausgezeichnet. Die Wiener Staatsoper hisst zum Zeichen der Trauer die schwarze Flagge.

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