Briefkonvolut von Max Bruch für die Universität Köln
Das Max Bruch-Archiv verwahrt die Dokumente und stellt sie der Forschung zur Verfügung
Das Musikwissenschaftliche Institut der Universität zu Köln hat mit Hilfe von Mitteln des Landesverbands Rheinland, der Kulturstiftung der Länder und der Universität ein Briefkonvolut des romantischen Komponisten Max Bruch (1838-1920) für 95.000 Euro angekauft. Bruch war ein aus Köln stammender Komponist und ist neben Jacques Offenbach der wahrscheinlich berühmteste Komponist der Stadt. Seine Schaffensphase lag in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zwar gelangte Bruch nicht zur Bekanntheit seines Zeitgenossen Johannes Brahms, sein erstes Violinkonzert wurde aber zu einem Welt-Hit und gehört zum festen Repertoire klassischer Geiger.
Einblicke in Bruchs Schaffensprozess
Die Briefe umfassen die Korrespondenz zwischen Max Bruch und seinem Berliner Kollegen Ernst Rudorff. Neben Einblicken in Bruchs Schaffensprozess enthalten die Briefe zahlreiche Informationen über das deutsche Musikleben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und insbesondere deren Verflechtung mit kulturhistorischen und politischen Vorgängen ihrer Zeit. So werden etwa Themen wie Antisemitismus und Militarismus verhandelt, was das Konvolut zu einer historisch äußerst wertvollen Sammlung macht.
Umfangreiches Archiv
Das Max Bruch-Archiv am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität zu Köln sammelt und verwahrt Dokumente zum Leben und Werk des Komponisten und stellt sie der Forschung zur Verfügung. Es wurde 1949 von Ewald Bruch, einem Sohn des Komponisten, gegründet. Ausgehend von wenigen damals noch in Familienbesitz befindlichen Manuskripten wurde der Bestand sukzessive durch Ankäufe und Schenkungen zu einem umfangreichen Archiv ausgebaut. Seit 1966 gehört das Max Bruch-Archiv dem Musikwissenschaftlichen Institut der Universität zu Köln. Seitdem konnte der Bestand des Archivs immer wieder erweitert werden.
Die Bibliothek des Musikwissenschaftlichen Instituts ist öffentlich zugänglich. Quellen aus dem Max Bruch-Archiv werden auf Anfrage auch eingescannt und per E-Mail verschickt.
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