Philharmonie Berlin: "Debüt im Deutschlandfunk Kultur"
Mit Dirigentin Nil Venditti und den Solisten Leonid Surkov (Oboe) und Benjamin Herzl (Violine)
Die Konzertreihe „Debüt im Deutschlandfunk Kultur“ feiert mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin (DSO) am Sonntag, dem 19. April, um 20.00 Uhr in der Philharmonie Berlin ihren Saisonabschluss. Mit der Dirigentin Nil Venditti am Pult und den beiden Solisten Leonid Surkov (Oboe) und Benjamin Herzl (Violine) sind drei vielversprechende junge Musikerpersönlichkeiten zu erleben. Sie präsentieren sich mit einem ungewöhnlichen Programm mit Werken von María Huld Markan Sigfúsdóttir, John Corigliano, Kurt Schwertsik und Ottorino Respighi erstmals dem Berliner Publikum.
International gefragte Dirigentin
Die aus Perugia stammende italienisch-türkische Dirigentin Nil Venditti studierte Dirigieren an der Zürcher Hochschule der Künste und besuchte die Dirigierakademie des Pärnu Music Festivals. Darüber hinaus absolvierte sie ein Cellostudium in Italien. Nach zahlreichen Wettbewerbserfolgen, unter anderem beim „Premio Claudio Abbado für junge Musiker“ und beim Dirigierwettbewerb „Jeunesses Musicales“ in Bukarest, ist sie seit Beginn der Spielzeit 2024/2025 Erste Gastdirigentin der Royal Northern Sinfonia in Nordengland. Venditti dirigiert bei renommierten Symphonieorchestern in ganz Europa und ist zudem eine gefragte Operndirigentin. Im Sommer 2025 leitete sie das Schleswig-Holstein Festival Orchestra bei der Uraufführung des Mandolinenkonzerts von Fazıl Say. Sie eröffnet das Konzert mit Oceans der isländischen Komponistin María Huld Markan Sigfúsdóttir. Darin lässt die Komponistin klangliche Bilder der Meere rund um ihre Heimat Island entstehen. Zum Abschluss ist Ottorino Respighis Sinfonische Dichtung Feste romane zu hören.
Ausgezeichneter Oboist
Von seinen zahlreichen Wettbewerbserfolgen ist der 1. Preis beim 73. Internationalen ARD-Wettbewerb 2024 für den Oboisten Leonid Surkov der bedeutendste. In Moskau geboren, begann er seine Ausbildung an der Gnessin-Musikfachschule, bevor er an der UdK Berlin in die Klasse von Prof. Washington Barella wechselte. Nach zwei Spielzeiten an der Akademie des NDR Elbphilharmonie Orchesters ist Surkov seit 2024 Solo-Oboist beim Musikkollegium Winterthur in der Schweiz. Darüber hinaus ist er als Gastsolist bei Orchestern wie dem Tokyo Philharmonic oder dem Philharmonischen Orchester Basel sowie als Gastmusiker in zahlreichen Klangkörpern zu erleben. Er spielt in Berlin John Coriglianos eindrucksvolles Oboenkonzert, das sich sämtlichen Möglichkeiten des Instrumentes widmet.
Virtuoser Musiker
Der Geiger Benjamin Herzl studierte am Mozarteum Salzburg sowie an den Musikuniversitäten in Wien bei Christian Altenburger und Julian Rachlin. Nach Auszeichnungen beim Internationalen Brahms-Wettbewerb sowie mit dem von Vadim Repin gestifteten Mozart-Preis entfaltet er kammermusikalisch und solistisch eine rege Konzerttätigkeit. Als Solist ist Herzl in einer Einspielung von Kurt Weills Violinkonzert mit dem Swedish Chamber Orchestra zu hören, die 2025 bei BIS Records erschienen ist. Seine ausgeprägte Musikalität und virtuose Perfektion stellt er in Berlin im selten gespielten Violinkonzert von Kurt Schwertsik unter Beweis.
Sonntag, 19. April 2026, 20.00 Uhr
- Philharmonie Berlin, Großer Saal
- Konzerteinführung mit Dr. Albrecht Dümling um 19.15 Uhr
Sendung des Konzerts am Freitag, dem 24.04.2026 ab 20.00 Uhr im Programm von Deutschlandfunk Kultur
