Giordanos Opernthriller "Fedora" an der Oper Genf
Neuinszenierung mit mit Roberto Alagna und Aleksandra Kurzak
In der Neuinszenierung von Umberto Giordanos Fedora (12.-22. Dezember), einer Oper, die schon immer ein effektvolles Vehikel für die größten Opernstars war, werden der Tenor Roberto Alagna und seine Frau Aleksandra Kurzak ihr Operndebüt am Grand Théâtre de Genève geben. Vor zwei Jahren hat Alagna die Rolle des Loris Ipanov bereits mit großem Erfolg an der Mailänder Scala gesungen und steht nun nach 40 Karrierejahren erstmals in einer Opernrolle auf der Bühne des Grand Théâtre. Aleksandra Kurzak, die sich in letzter Zeit mehr und mehr auf den Verismo spezialisiert hat und dabei aus ihrer langjährigen Erfahrung im Belcanto schöpfen kann, gibt ihr Rollendebüt als Fedora und fügt damit ihrem Repertoire nach Tosca, Madama Butterfly und Adriana Lecouvreur eine weitere große Primadonnenrolle hinzu.
Alternierend mit Alagna und Kurzak werden die Rollen von Fedora und Loris von der russischen Sopranistin Elena Guseva und dem aus Usbekistan stammenden Tenor Najmiddin Mavlyanov verkörpert, die bereits an der Mailänder Scala in Pique Dame gemeinsam zu erleben waren. Des Weiteren singen Simone Del Savio (De Siriex), Yuliia Zasimova (Olga), Mark Kurmanbayev (Gretch), Sebastiá Peris (Loreck) und Vladimir Kazakov (Cirillo).
Der Dirigent Antonino Fogliani gilt als Spezialist im italienischen Repertoire zwischen Belcanto und Verismo und wird nun nach Turandot (Saison 21/22) und Nabucco (Saison 22/23) erneut am Pult des Orchestre de la Suisse Romande stehen.
Inszenierung von Arnaud Bernard
Auch der Regisseur Arnaud Bernard wird sein Hausdebüt am Grand Théâtre geben, nachdem er in jüngerer Zeit mit seiner Produktion Manon, Manon, Manon über die Figur der Manon Lescaut am Teatro Regio in Turin und 2022 mit Nabucco in der Arena di Verona für Aufsehen gesorgt hat. Zusammen mit dem Ausstatter Johannes Leiacker und dem Lichtdesigner Fabrice Kebour greift er das luxuriöse Ambiente der Handlung auf, vom Sankt Petersburger Palast über das prunkvolle Paris bis hin zum Chic einer Hotelhalle, die dem berühmten Gstaad Palace nachempfunden ist. Das Russland Fedoras ist hier jedoch nicht mehr das Russland der Zaren, sondern ein imaginäres Russland zwischen Kaltem Krieg und Post-Glasnost, wo Geheimdienste aktiv sind und durch kompromittierende Informationen gezielt den privaten und politischen Ruf der Menschen zerstören.
Theater inspiriert Oper
Nachdem Giordano Victorien Sardous 1882 für Sarah Bernhard geschriebenes Theaterstück Fédora gesehen hatte, bat er den Autor um Erlaubnis, aus dem Werk eine Oper zu machen. Diese wurde bei ihrer Uraufführung am 17. November 1898 am Teatro Lirico in Mailand mit Gemma Bellincioni in der Titelrolle triumphal aufgenommen und markierte zugleich den Beginn der großen Karriere von Enrico Caruso, der den Loris sang. Giordano vereint hier glühenden Lyrismus, musikalische Dramatik und opulenten Orchesterklang zu einem Meisterwerk
des Verismo.
Grand Théâtre de Genève:
Umberto Giordano Fedora (Neuproduktion)
Premiere: 12. Dezember 2024, 20:00 Uhr
Weitere Vorstellungen: 14./21. Dezember, 20:00 Uhr, 15./22. Dezember 15:00 Uhr, 17. Dezember, 19:00 Uhr und 19. Dezember, 19.30 Uhr. Weitere Infos: www.gtg.ch/saison-24-25/fedora/
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