Deutsche Stiftung Musikleben: Spitzennachwuchs ausgezeichnet!
37 herausragende Streichinstrumente an den deutschen Spitzennachwuchs übergeben
Vom 23. bis 25. Februar 2024 hat die Deutsche Stiftung Musikleben den 31. Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg ausgerichtet. 52 junge Streicherinnen und Streicher aus dem gesamten Bundesgebiet zeigten ihr großes Können vor einer unabhängigen Jury aus fünf renommierten Hochschulprofessoren. Am Sonntagabend konnten 37 wertvolle Geigen, Bratschen und Celli neu vergeben werden. Zudem konnten vier junge Musikerinnen und Musiker die Leihdauer ihres Instrumentes erfolgreich verlängern.
Bettina Bermbach, Geschäftsführerin der Deutschen Stiftung Musikleben: „Das technische und musikalische Niveau der Bewerberinnen und Bewerber war auch in diesem Jahr wieder sehr hoch. Die Wettbewerbs-Jury hat sich sehr intensiv mit den Musikerinnen und Musikern und ihren individuellen Fähigkeiten und ihren Bedürfnissen auseinandergesetzt, um die Instrumente bestmöglich und passgenau zu vergeben. Wir freuen uns jetzt darauf, unsere neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten kennen zu lernen und ihre künstlerische Entwicklung begleiten zu dürfen.“
Violine von Michel Schwalbé für Louisa Staples
Unter den zu vergebenen Instrumenten befand sich unter anderem eine Violine von Giambattista Guadagnini, Piacenza 1744, aus Privatbesitz, die sich die 23-jährige Geigerin Louisa Staples, Masterstudentin an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, erspielen konnte. Das Instrument gehörte zuletzt dem polnischen Geiger Michel Schwalbé (1919-2012), der unter Herbert von Karajan viele Jahre Konzertmeister bei den Berliner Philharmonikern war.
Guarneri-Cello für Tzu-Shao Chao
Der 23-jährige Cellist Tzu-Shao Chao, zurzeit Masterstudent an der Musikhochschule München, erspielte sich ein Violoncello mit Zettel „Joseph Guarnerius Filius Andreae“ und wurde darüber hinaus mit dem Dr. Alexander Sikorski-Stipendium ausgezeichnet. Das mit 5.000,00 Euro dotierte Stipendium für herausragende junge Cellisten wird in Gedenken an den 2021 verstorben Chirurgen und Fußspezialisten Dr. Alexander Sikorski verliehen, der ein begeisterter Cellist, exzellenter Kammermusiker und engagierter Förderer des musikalischen Nachwuchses war. Stifterin des Stipendiums ist Régine Mazloum-Martin aus Genf.
Die Jury
Die ehrenamtlichen Mitglieder der Jury des diesjährigen Wettbewerbs waren Prof. Volker Jacobsen, Viola (Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und Mitglied im Beirat des Deutschen Musikinstrumentenfonds) – Juryvorsitz, Prof. Christian Brunnert, Violoncello (Hochschule für Musik und Tanz Köln), Prof. Nora Chastain, Violine (Universität der Künste Berlin), Prof. em. Maria Kliegel, Violoncello (Hochschule für Musik und Tanz Köln) und Prof. Elisabeth Weber, Violine (Musikhochschule Lübeck).
Die Aufzeichnung des Abschlusskonzertes ist am 19. Mai 2024 ab 21.05 Uhr im Deutschlandfunk zu hören.
Der Wettbewerb zur Vergabe der Instrumente aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds wird jährlich von der Deutschen Stiftung Musikleben ausgerichtet. Die Gewinner der Vorspiele dürfen die Instrumente für zunächst ein Jahr behalten und können die Leihfrist bei erfolgreichem Wiedervorspiel verlängern. Die meisten der jungen Musiker spielen „ihre“ Instrumente über viele Jahre, die Rückgabe erfolgt spätestens mit ihrem 30. Geburtstag.
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