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Meldung vom 01.12.2023

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Die Weichen richtig gestellt

Regensburger Domspatzen feierten das 75-jährige Jubiläum ihres Gymnasiums

Das Gymnasium der Regensburger Domspatzen feiert in diesem Jahr sein 75-jähriges Bestehen. Seit 75 Jahren erhalten die berühmten Chorknaben aus Bayern neben der chorischen auch eine gymnasiale Ausbildung mit einem zumindest in Deutschland einzigartigem Konzept der Verschmelzung von Schule und Chor. Viele Gäste aus Kirche, Kultur, Politik und Gesellschaft sind kürzlich zum Festakt gekommen, um dieses Jubiläum zu feiern. Professor Dr. Ulrich Konrad von der Universität Würzburg, einer der renommiertesten Musikwissenschaftler unserer Zeit, hielt den Festvortrag „Von der Macht der Musik“.

Gründung des Domgymnasiums 1948

Mit Schreiben vom 12. Januar 1948 hat das Kultusministerium die Genehmigung zur Errichtung eines Gymnasiums erteilt, das zunächst den Namen „Domgymnasium“ führte. Heute, 75 Jahre später, ist das Gymnasium der Regensburger Domspatzen mit seinem besonderen Profil der sängerischen Exzellenzförderung in Trägerschaft der gleichnamigen Stiftung aus der bayerischen Schullandschaft nicht mehr wegzudenken. Gerade die vergangenen 25 Jahre waren bewegte Jahre, mit Höhen und Tiefen, Veränderungen und Innovationen.

Bewegte und bewegende Jahre

Schulleiterin Christine Lohse sprach in ihrer Begrüßung von einem „einzigartigen Konzept der Verschmelzung von Schule und Chor, um das uns viele Knaben- und Domchöre beneiden und welches auch die Grundlage für die besondere musikalische Exzellenz unserer singenden Schüler, der Regensburger Domspatzen, ist.“ Lohse ist seit 2019 Leiterin des Gymnasiums. Gerade die letzten 25 Jahre, die Zeit seit dem letzten Jubiläum, seien bewegte und bewegende Jahre gewesen, so Lohse. Die Generalsanierung des Gymnasiums und des gesamten Campus, die Einführung des naturwissenschaftlich-technologischen Zweigs und die Aufarbeitung des Missbrauchsskandals waren drei große Herausforderungen, die ihr Vorgänger Berthold Wahl zusammen mit den damaligen Kollegen im Stiftungsvorstand zu meistern hatte.

Von der Bubenschule zur gemischten Schule

Doch auch in der bisher vierjährigen Amtszeit von Christine Lohse gab es prägende Ereignisse. Erst kurz im Amt, sah sich die neue Schulleiterin zusammen mit ihrem Team einer bis dahin ungekannten Bedrohung ausgesetzt: der Corona-Pandemie. „Wir mussten schnell zu Pandemie-Krisen-Experten werden“, sagte sie. Wenn man diesen Pandemie-Jahren überhaupt etwas Positives abgewinnen möchte, dann nur die Tatsache, dass die Schule seither digital bestens aufgestellt sei. Der prägendste Aspekt der letzten Jahre war sicherlich die Entscheidung, Mädchen aufzunehmen. „Seit einem Jahr singen, leben und lernen die Domspatzen nun zusammen mit den Mädchen, üben sich in Galanterie, schließen Freundschaften, staunen gelegentlich über weibliche Befindlichkeiten, und teilen mit ihnen den Schulalltag und die gemeinsame Leidenschaft für das Singen“, so Lohse. Die Schulleiterin dankte stellvertretend für die gesamte Domspatzen-Familie allen Finanzierern des Gymnasiums: der katholischen Kirche, dem Freistaat Bayern, dem Verein der Freunde des Domchors und allen voran den Eltern und allen Spendern.

Die richtigen Weichen gestellt

Dompropst Dr. Franz Frühmorgen pflichtet dem in seinem Grußwort an die Festversammlung bei: „Ohne das Gymnasium wären die Domspatzen nicht das, was sie heute sind! Dass alle, die zum Domchor gehören, am gleichen Gymnasium sind und dieses mit im Haus ist, hat sich als Segen erwiesen“. Er dankte allen, die sich in den 75 Jahren um die Schüler am Domspatzengymnasium gemüht haben und ihnen bis heute verlässliche und hilfreiche Begleiter auf dem Weg der persönlichen Bildung und Reifung waren. Die Schule selbst sei eine Erfolgsgeschichte. Das heiße aber nicht, dass es nicht auch dunkle Kapitel im Haus gegeben habe. „Es war mühsam und richtig, diese aufzuarbeiten, und die, die mit schlimmen Erfahrungen von hier weggegangen sind, sollen an diesem Festtag heute nicht vergessen sein“, sagte Frühmorgen. Gleichwohl sei für viele die Ausbildung, die sie am Gymnasium erhalten haben, zu einem Sprungbrett ins Leben geworden. Die richtigen Weichen für eine Weiterentwicklung der Einrichtung seien gestellt. Der zusätzliche Mädchenchor ist eine Bereicherung für die Domliturgie“, so der Dompropst. Persönlich und als Vorsitzender des Stiftungsrats der Regensburger Domspatzen dankte er für „ein so konstruktives, wertschätzendes und förderliches Miteinander auf allen Ebenen im Haus“.

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