Hartmut Haenchen am Pult der Mecklenburgischen Staatskapelle
"Gesternmorgen - Klang der Zeiten" am 6. Juni 2026 um 19 Uhr im Theaterzelt
Mit Hartmut Haenchen übernimmt am 6. Juni 2026 um 19 Uhr im Theaterzelt am Küchengarten noch einmal einer der bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit die Leitung der Mecklenburgischen Staatskapelle. Im Rahmen der Schweriner Welterbe-Tage 2026 dirigiert er das Festkonzert „Gesternmorgen – Klang der Zeiten“. Es erklingen Werke, die eng mit der langen Tradition des Orchesters verbunden sind. Haenchen, der von 1976 bis 1979 Chefdirigent der Staatskapelle war, schlägt damit eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
International geschätzter Dirigent
Hartmut Haenchen zählt seit Jahrzehnten zu den international gefragtesten Dirigenten. Von Schwerin aus führte ihn sein Weg über die Dresdner Philharmonie und die Niederländische Oper Amsterdam an einige der renommiertesten Bühnen der Welt – vom Royal Opera House in London bis zu den Bayreuther Festspielen. Für seine Verdienste wurde er unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Sein Gastdirigat ist nicht nur ein künstlerischer Höhepunkt, sondern auch ein Zeichen besonderer Verbundenheit mit der Stadt und ihrem traditionsreichen Orchester.
Zeitreise durch die Schweriner Musikgeschichte
Das Programm des Konzerts gestaltet sich als musikalische Reise durch die Schweriner Geschichte. Den Auftakt bildet die Sinfonia D-Dur von Johann Wilhelm Hertel, der Mitte des 18. Jahrhunderts als Hof- und Capell-Compositeur am Mecklenburg-Schweriner Hof wirkte und der als bedeutender Vertreter des empfindsamen Stils der deutschen Vorklassik gilt.
Die Ouvertüre zur Oper Johann Albrecht von Friedrich von Flotow – einst Theaterintendant in Schwerin – erinnert an Herzog Johann Albrecht I., den eigentlichen Begründer des kulturellen Lebens in Schwerin. Er gründete 1563 die Hofkapelle und legte damit einen Grundstein für die bis heute lebendige Musiktradition der Stadt. Flotows Oper wurde 1857 zur Einweihung des neu gestalteten Schweriner Schlosses uraufgeführt. In ihr verborgen liegt auch das „Mecklenburg-Lied“, die heimliche Hymne des Landes, die nun unter Haenchens Leitung neu zum Klingen gebracht wird.
Den krönenden Abschluss des Konzerts bildet die Große C-Dur-Sinfonie von Franz Schubert – ein Werk, das 1862 während der Intendanz Flotows erstmals in Schwerin erklang.
Kartentelefon: 0385 53 00-123; kasse@mecklenburgisches-staatstheater.de
www.mecklenburgisches-staatstheater.de
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