Ehrenmitglied Dr. Harald Heckmann gestorben
Robert-Schumann-Gesellschaft Frankfurt am Main e.V.
Im Alter von 99 Jahren ist am Sonntag, 5. November 2023, der Musikwissenschaftler Dr. Harald Heckmann in Frankfurt am Main gestorben. Dem Vorstand und den Mitgliedern der Robert-Schumann-Gesellschaft Frankfurt am Main ist Heckmann als umfassend gebildeter Musikkenner in Erinnerung, der von 1983 bis 2009 gemeinsam mit Gerhard Mantel für die Gestaltung der kammermusikalischen Programme verantwortlich zeichnete. Für sein langjähriges Engagement in der Robert-Schumann-Gesellschaft Frankfurt am Main wurde Heckmann zu ihrem Ehrenmitglied ernannt.
1924 in Dortmund geboren, studierte Heckmann in Freiburg im Breisgau Musikwissenschaft bei Reinhold Hammerstein, Hermann Zenck und Wilibald Gurlitt sowie Kunstgeschichte bei Kurt Bauch, deutsche Literaturgeschichte bei Walther Rehm und Geschichte bei Gerd Tellenbach und Gerhard Ritter. Er promovierte 1952 und war bis 1954 Assistent von Willibald Gurlitt, er arbeitete am Handwörterbuch der musikalischen Terminologie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz und lehrte an der Musikhochschule Freiburg evangelische Kirchenmusikgeschichte und Hymnologie.
1954 wurde er mit dem Aufbau des Deutschen Musikgeschichtlichen Archivs in Kassel beauftragt; er leitete dies bis 1971. Bis zur Pensionierung im Jahre 1971 war Harald Heckmann Vorstand des Deutschen Rundfunk-Archivs in Frankfurt am Main, einer Stiftung der ARD.
Über sein ehrenamtliches Engagement für die Robert-Schumann-Gesellschaft hinaus bekleidete Dr. Harald Heckmann weitere Ehrenämter. So war er zum Beispiel Generalsekretär, Präsident und später Ehrenpräsident der Internationalen Vereinigung der Musikbibliotheken, Musikarchive und Musikdokumentationszentren. Von 1971 bis 2002 war Heckmann Mitglied der Deutschen Musikgeschichtlichen Kommission. Er gehörte 1972 zu den Gründern des Répertoire International d’Iconographie Musicale (RIdIM) und war dort bis 1989 Vizepräsident. Von 1990 bis 2003 fungierte er als Präsident der Internationalen Schubert-Gesellschaft und ist auch Ehrenmitglied dieser Musikgesellschaft. Von 1985 bis 1991 gehörte Heckmann dem Bibliotheksausschusses der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an. Heckmann war Mitglied und Vorsitzender des Musikbeirats nd der Deutschen Bibliothek sowie Mitglied ihres Verwaltungsrats.
Er erhielt 1979 die Kasseler Stadtmedaille, 1988 die Goldene Mozart-Nadel der Internationalen Stiftung Mozarteum und 2000 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.
Das vielfältige und wertvolle Wirken Harald Heckmanns für die Robert-Schumann-Gesellschaft ist in Ulrike Kienzles Buch „Die Robert-Schumann-Gesellschaft Frankfurt am Main“ (Frankfurt 2016) ausführlich gewürdigt.
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