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Meldung vom 10.08.2023

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Berliner Festspiele | Shared Landscapes

Wenn der Wald zum Hauptdarsteller wird

Vom 19. August bis 10. September wird ein Wald vor der Stadtgrenze Berlins an vier Wochenenden zum Hauptdarsteller: Im Rahmen des Projekts „Shared Landscapes“ begibt sich das Publikum mit festem Schuhwerk auf einen ganztägigen kollektiven Spaziergang in die Grünheide. Sieben international konzipierte und für das Umland von Berlin ortsspezifisch adaptierte Inszenierungen setzen sich mit Vorstellungen von Landschaft auseinander und befragen das Verhältnis von Mensch und Natur, so etwa deren gegenseitige Abhängigkeit in einer von Klimakrise, Entfremdung und Ausbeutung von Rohstoffen geprägten Zeit.

Kuratorin Caroline Barneaud und Regisseur Stefan Kaegi (Rimini Protokoll) waren mit „Shared Landscapes“ bereits in Lausanne und beim Festival d’Avignon zu Gast. Berlin ist die dritte Station der internationalen Produktion, weitere Stationen werden folgen.

Lunchpaket und Wasser

Das Publikum hat die Möglichkeit, bis drei Tage vor dem Datum der Veranstaltung ein Lunchpaket zum Preis von 16 Euro zu bestellen. Das Paket beinhaltet eine Bowl mit Reis, Falafel, Gemüse, Korn-Mix und gekochtem Ei sowie ein herzhaftes Gebäck mit Gemüsefüllung, Obst und einen Donut. Sie können Ihr Lunchpaket ab sofort online nach Erwerb des Tickets vorbestellen. Wer bereits ein Ticket erworben hat, erhält eine E-Mail mit Möglichkeit zur Buchung des Lunchpakets. Wir empfehlen die Mitnahme einer Wasserflasche, die an verschiedenen Wasserstationen aufgefüllt werden kann.

Die italienischen Choreografen und Performer Chiara Bersani und Marco D’Agostin erforschen das Konzept des politischen Körpers und dessen soziale Rolle. Gemeinsam mit der in Berlin ansässigen Performerin mit Behinderung Carolin Hartmann initiieren D’Agostin und Bersani, die selbst eine Behinderung hat, ein szenisches Picknick.

Sofia Dias und Vítor Roriz arbeiten seit 2006 als Duo zusammen. Für „Shared Landscapes“ haben die beiden portugiesischen Künstler eine Audiotour choreografiert, die mehrere Besucher-Gruppen zeitgleich durch den Wald führt: eine Art Pas de deux, ein Tanz als kollektives Ritual zwischen Menschen und Tieren, Jagenden und Gejagten.

Die türkisch-belgische Künstlerin Begüm Erciyas konzipiert Theaterformate, die das frontale Blackbox-Setting unterlaufen und dem Publikum individuelle Erfahrungen in einem kollektiven Kontext ermöglichen. Gemeinsam mit dem in Deutschland geborenen Filmemacher und Regisseur Daniel Kötter nutzt sie in diesem Projekt militärische Bildgebungsverfahren auf VR-Brillen, um den Teilnehmenden einen Landstreifen als Niemandsland zu vermitteln.

Stefan Kaegi (Rimini Protokoll) lädt die Besucher ein, sich mit Kopfhörern auf den Waldboden zu legen, um ihre Perspektive auf die sie umgebende Landschaft zu kippen. Das Publikum taucht in die Montage einer ortsspezifischen Klanglandschaft ein: in ein inszeniertes Gespräch zwischen einer Psychoanalytikerin, einem Kind, einem Förster, einer brasilianischen Sängerin und einer Meteorologin aus der Gegend.

Der in Berlin ansässige, US-amerikanische Künstler und Komponist Ari Benjamin Meyers nutzt „Shared Landscapes“ als Gelegenheit, eine Komposition für eine ganze Landschaft – inklusive der Bäume, der Vögel und des Windes – zu erarbeiten. In Unless präsentiert er gemeinsam mit dem Ensemble Apparat und weiteren lokalen Musikern eine Reihe von skulpturalen Musikstücken zwischen Bäumen und Lichtungen.

Die französische Regisseurin Émilie Rousset traf sich für „Shared Landscapes“ mit einer Beraterin für Agrarökologie, einem Landwirt und einem Verhaltensbiologen und nahm die mit ihnen geführten Gespräche auf. Die Landschaft als Raum der Begegnung nutzend, geben Performer und eine Maschine die Originalaufnahmen des Gesprächs wieder und laden die Zuhörer ein, Verbindungslinien zwischen Wissenschaft, Technologie und Wirtschaft zu ziehen.

Das spanische Kollektiv El Conde de Torrefiel, bestehend aus Tanya Beyeler und Pablo Gisbert, installiert zum Abschluss der Route von „Shared Landscapes“ eine „untertitelte“ Landschaft. Durch die Verwendung eines großen Untertitel-Screens, auf dem Gedanken, Fragen, Perspektiven und Offenbarungen hintereinander erscheinen, wird ein kollektives Lesen der Landschaft evoziert.

Termine

Veranstaltungsadresse

Waldschule Hangelsberg, Heidegarten 1, 15537 Grünheide (Mark)

Ticketvorverkauf

Der Ticketvorverkauf hat begonnen.

Ticketpreis: 30 € / ermäßigt 15 €

Anreise

Station: Hangelsberg Bahnhof, Straße der Befreiung, 15537 Grünheide (Mark)

Achtung: Bitte nehmen Sie für Ihre Anreise zu den Vorstelllungen den RE1 in Richtung Frankfurt (Oder), der Hangelsberg um 12:37 Uhr erreicht. Beachten Sie, dass spätere Züge nicht rechtzeitig zum Veranstaltungsbeginn eintreffen. Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Es gibt keine frei nutzbaren Parkflächen vor Ort oder in unmittelbarer Nähe. Das Befahren von Waldwegen sowie das Parken im Wald sind nicht gestattet.

Praktische Informationen

Weitere Informationen zu Wetter und Kleidung, Zugänglichkeit für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Sicherheitshinweise und Empfehlungen finden Sie unter https://newslettertogo.com/rfnmow6r-o7lfnxtx-t14w3aef-194t

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