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Meldung vom 24.03.2023

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Oper Genf: Hèctor Parras neue Oper "Justice"

Milo Rau inszeniert die Weltpremiere in der Saison 2023-24

Parallel zur Ankündigung vom 20. März 2023 des neuen Festivals Tangente in Sankt Pölten (Österreich), Koproduzent dieser Welturaufführung, kündigt das Grand Théâtre de Genève noch vor seiner Saisonpräsentation im Mai 2023 eine neue Oper von Hèctor Parra an, die Milo Rau, von dem auch das Libretto stammt, in der Saison 2023-24 inszenieren wird. Der zweite Ausflug des bekanntesten Schweizer Regisseurs Milo Rau in die Welt der Oper – nach seiner Clemenza di Tito am Genfer Grand Théâtre, die während der Pandemie als Stream gegeben wurde – konnte sich seiner Suche nach der Theaterform als politischer Diskurs über die heutige Welt nicht entziehen.

Aktuelles Thema der Gegenwart

Er versetzt das Publikum in die Demokratische Republik Kongo. Februar 2019: Auf einer Dorfstraße rammt ein mit Schwefelsäure beladener Tanklaster einen Bus. Die Straßen der Region sind in einem miserablen Zustand; zugleich werden für die Bergbauindustrie täglich hochgiftige Säuren transportiert. Milo Rau wählt dieses Ereignis gemeinsam mit dem Komponisten Hèctor Parra, in das ein Schweizer Konzern verwickelt war, und entwickelt daraus ein chorisches und elegisches Werk über das Schicksal eines Dorfs. In Justice inszeniert der preisgekrönte Regisseur und designierte Intendant der Wiener Festwochen die Bühne als politischen Ort, an dem globale Diskurse kollektiv verhandelt werden. Das Libretto hat Milo Rau gemeinsam mit dem in Österreich wohnhaften, kongolesischen Autor und Performer Fiston Mwanza Mujila entwickelt. Dabei mischen sich Stimmen von Geistern und Opfern, Schuldigen und vermeintlich Schuldigen mit den Mythen der nicht nur an Bodenschätzen reichen Region. Auch in der Musik werden Elemente und Instrumente aus der kongolesischen Tradition integriert.

Komponist mit Bezug zur Gegenwartsliteratur

Der katalanische Komponist Hèctor Parra hat bereits eine Vielzahl von musikalisch anspruchsvollen Adaptionen literarischer Werke in die Opernform vorgelegt. Zwei seiner letzten Opern, Die Wohlgesinnten, die auf dem gleichnamigen Roman von Jonathan Littell basiert und 2019 in Antwerpen uraufgeführt wurde, und Orgia, die auf der Tragödie von Pier Paolo Pasolini basiert und im Juni 2023 in Bilbao unter der Regie von Calixto Bieito uraufgeführt wird, sind Beispiele dafür.

Der Zürcher Dirigent Titus Engel, ein renommierter Spezialist für zeitgenössische Musik, der 2019 Philip Glass‘ Einstein on the Beach mit Bravour in Genf geleitet hatte, wird das Orchestre de la Suisse Romande dirigieren, das um einige Musiker mit kongolesischer Tradition und einem Team von Solisten, die zum Teil ebenfalls aus dem Kongo stammen, erweitert wurde.

Die Koproduktion wird im Januar 2024 in Genf uraufgeführt und im April 2024 in Sankt Pölten wiederaufgenommen.

Justice von Hèctor Parra

Inszenierung: Milo Rau

22. bis 28. Januar 2024

Grand Théâtre Genève

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