Herbert Blomstedt feiert seinen 95. Geburtstag in Leipzig
Am 11. Juli 2022 begeht Herbert Blomstedt seinen 95. Geburtstag
Die Stadt Leipzig und das Gewandhaus feiern gemeinsam mit dem ehemaligen Gewandhauskapellmeister und Ehrendirigenten des Gewandhausorchesters Herbert Blomstedt diesen besonderen Geburtstag. Den Höhepunkt der Feierlichkeiten bilden die Dirigate der beiden Open-Air-Konzerte »Klassik airleben« im Leipziger Rosental.
Anlässlich seines Geburtstages sind verschiedene Veranstaltungen zu Ehren Herbert Blomstedts geplant: die Deutschlandpremiere der abendfüllenden Filmdokumentation über den Dirigenten von Paul Smaczny, ein Dankgottesdienst in der Thomaskirche (in Kooperation mit der Stadt Leipzig), ein Abend mit Musik und Gespräch mit Julia Spinola und Herbert Blomstedt sowie die beiden Konzerte „Klassik airleben“ im Leipziger Rosental.
19. Gewandhauskapellmeister des Gewandhausorchesters
Herbert Blomstedt war von 1998 bis 2005 der 19. Gewandhauskapellmeister des Gewandhausorchesters und ist seit 2005 Ehrendirigent des Orchesters. Er ist seit 2003 Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes, erhielt 2011 die Bach-Medaille und 2017 die Ehrenmedaille der Stadt Leipzig. Er debütierte am 3. Februar 1954 als Dirigent mit dem Philharmonischen Orchester Stockholm. Sein fünfzigstes Bühnenjubiläum feierte Herbert Blomstedt am 24./25. Juni 2004 in Leipzig. Im Jahr 2017 hat der damals neunzigjährige Herbert Blomstedt die vierwöchige Jubiläumstournee des Gewandhausorchesters zum 275. Geburtstag des Orchesters durch Europa und Asien geleitet und hat in der Spielzeit 2019/2020 eine Gesamtaufnahme aller Sinfonien von Johannes Brahms eingespielt. 2022 hat der Dirigent die Gesamtaufnahme der Sinfonien von Franz Berwald und Franz Schubert mit dem Gewandhausorchester begonnen.
Herbert Blomstedt ist omnipräsent auf den Konzertpodien der Welt. Wo andere seit Jahrzehnten ihren Ruhestand genießen, tourt der bald 95-Jährige als Dirigent zahlreicher Spitzenorchester bis heute um den Globus und scheint biologischen Gesetzmäßigkeiten zu trotzen. Sein dirigentischer Esprit wirkt mit den Jahren sogar gewachsen; seine Kunst, seine musikalische Ethik, sein Empathie im Umgang mit Menschen generell und mit Orchestermusikern im Besonderen, haben ihn zu einer lebenden Legende werden lassen.
Wenn die Musik tönt, wird die Seele angesprochen
Das abendfüllende Filmportrait Wenn die Musik tönt, wird die Seele angesprochen entstand zwischen Herbert Blomstedts 90. und 95. Geburtstag. Es beobachtet ihn bei der Arbeit mit ausgewählten Orchestern, die stellvertretend stehen für die vielen namhaften Klangkörper weltweit, mit denen er bis heute eng verbunden ist. Überaus plastisch weiß der begnadete Kommunikator seine klaren interpretatorischen Vorstellungen zu vermitteln und macht so jede Orchesterprobe zum Erlebnis. Wenn die Musik tönt, wird die Seele angesprochen beleuchtet auch den Werdegang des in Amerika geboren Weltbürgers, der von seinem christlich und musisch geprägten Elternhaus in Schweden auszog, um die internationalen Konzertsäle zu erobern.
Ganz bewusst verzichtet der Film auf Aussagen Dritter. Nur der Ausnahmekünstler selbst kommt zu Wort. Er gibt Einblick in seine musikalische Gedanken- und Lebenswelt, teilt sehr persönliche Erfahrungen und vermittelt zutiefst menschliche Erkenntnisse aus einer über 70 Jahre währenden Karriere. Wenn die Musik tönt, wird die Seele angesprochen ist ein spannender Diskurs über (Lebens)Philosophien, über Musikleben und –erleben. Das Portrait eines uneitlen Künstlers, der die Musikwelt über Jahrzehnte hinweg entscheidend mitgeprägt hat und diese bis heute noch prägt.
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