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Meldung vom 11.11.2021

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

12. Cello Akademie Rutesheim - Die Bilanz

Noch ganz erfüllt von den Konzerten, den Proben, den vielen Begegnungen und dem Wiedersehen mit dem treuen Publikum, zieht die Cello Akademie Rutesheim erste Bilanz. Klar war von Anfang an, dass dieses international ausstrahlende Festival rund ums Cello sich 2021 anders aufstellen und den Akademie-Betrieb an die neue Normalität unter Corona anpassen musste. Überraschend war nicht nur, wie gut das gelang, sondern vor allem, welcher künstlerische Mehrwert sich aus der verschlankten Ausgabe gewinnen ließ.

Zum einen, weil die bewusst reduzierte Anzahl von Plätzen bei den Meisterkursen mehr Unterricht und zusätzliche Workshops und Beratungsangebote für die glücklichen Ausgewählten bedeutete. Vor allem aber, weil die jungen Talente an mehreren Abenden „Saite an Saite“ mit den Dozenten spielen konnten. Die Rückmeldungen, die Matthias Trück dazu aus beiden Lagern erreichten, waren eindeutig: ein noch mal intensiviertes Akademie-Erlebnis.

Dazu der Leiter der Cello Akademie: „Gemeinsame Auftritte von Dozenten und Meisterkurs-Studentinnen und Studenten kamen auch früher gelegentlich vor, allerdings eher spontan. Dass wir diese Konstellation von Anfang an eingeplant haben war dagegen ein Novum. Die Erfahrungen waren überaus positiv, in mehr als einer Hinsicht. Die Ensemble-Bildung und die Probenarbeit begannen dadurch natürlich schon deutlich vor Beginn der Cello-Akademie und haben den Festivalzeitraum gefühlt deutlich verlängert. Gefragt waren entsprechend gute Selbstorganisation und Vernetzung untereinander – und das hat hervorragend geklappt. Für die Motivation und Eigenverantwortung der Meisterkurs-Teilnehmer hat das noch mal einen spürbaren Push bedeutet. Am Ende hatten wir Ensembles, die von einer Quartettbesetzung bis zu 20 Cellisten reichten. Auch die Dozenten waren extrem angetan von dem engeren Kontakt zu den Studenten. Für unsere Programmplanung der kommenden Ausgaben werden wir sicherlich sehr viel mitnehmen.“

Konzepte voll aufgegangen

Voll aufgegangen ist auch ein weiteres Konzept – selbst wenn das Team der Cello-Akademie hofft, gerade diese Erfahrungen möglichst bald ad acta legen zu können. Die um- und vorsichtige Bestuhlung mit üppigen Abständen in der Halle Bühl II wurde vom Publikum einhellig gelobt. Zwar erreichte die Anzahl der Plätze dadurch nur etwa ein Drittel oder Viertel der Kapazität vor Corona. Aber die Anwesenden konnten sich sicher fühlen – und honorierten das. Die acht Konzerte waren fast sämtlich ausverkauft. Ein riesengroßes Dankeschön geht in diesem Zusammenhang auch an die Stadt Rutesheim, die zu jeder Zeit voll hinter der Cello-Akademie stand und alles dafür tat, dass die Veranstaltung im geplanten Rahmen stattfinden konnte.

Dezidiert internationale Zusammensetzung der Studenten

Trotz aller pandemiebedingten Veränderungen – eine Konstante blieb: die dezidiert internationale Zusammensetzung der Studenten. 45 Einladungen sprach die Cello-Akademie 2021 für die Meisterkurse aus – alle reisten an! Und das, obwohl zum Beispiel die Teilnehmer aus Taiwan nach sieben Tagen Rutesheim eine dreiwöchige Quarantäne zu Hause erwartet. Die Verteilung der Herkunftsländer fiel daher ähnlich aus wie in den letzten Jahren: 9 Studenten aus Übersee (Japan, Kanada, Taiwan, USA), 18 Studenten aus dem europäischen Ausland (Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweiz) und 18 Deutsche beziehungsweise bereits in Deutschland Studierende.

Über die Cello Akademie Rutesheim

Seit ihrer Gründung vor 13 Jahren punktet die Cello Akademie Rutesheim mit drei ungewöhnlichen Stärken: dem kommunikativen Cello-Campus im Rutesheimer Schulzentrum, dem einladenden Konzept und der offenen, kollegialen Philosophie der Akademie. Wenn sich der internationale Cello-Nachwuchs in der baden-württembergischen Herbstferien-Woche in Rutesheim bei Stuttgart trifft, entsteht ein musikalischer Mikrokosmos, der in dieser Form weltweit seinesgleichen sucht.

Renommierte Cello-Professoren unterrichten junge Talente aus der ganzen Welt, klassische Streicher lernen Jazz, fortgeschrittene Studenten bereiten sich auf Probespiele vor, Cello-Liebhaber spielen als Cello-Orchester zusammen – und abends strömt das Publikum zu den Konzerten des Cello-Festivals. Innerhalb von einer Dekade hat sich die Cello-Akademie nicht nur als wichtiges Klassikfestival für Baden-Württemberg etabliert. Dank der zahlreichen begeisterten Meisterschüler aus aller Welt genießt die Akademie hohes Ansehen in der internationalen Musikszene.

Dass die Akademie mit ihrem Credo, die pädagogische Qualität über alles zu stellen, goldrichtig liegt, beweisen die erfolgreichen Karrieren der Rutesheimer Absolventen. Nicht nur spielen sie sich bei den großen internationalen Musikwettbewerben regelmäßig auf die vorderen Plätze – wie zum Beispiel Yibai Chen aus Shanghai, der über die Cello-Akademie erst in die Meisterklasse von Prof. Danjulo Ishizaka an der Universität der Künste Berlin aufgenommen wurde und 2019 als Finalist am weltberühmten Tschaikowsky-Wettbewerb für Cello in St. Petersburg teilnahm. Eine Reihe ehemaliger „Rutesheimer“ sind heute auch Solo-Cellisten bei Top-Orchestern wie den Berliner Philharmonikern oder dem Leipziger Gewandhausorchester. Einer von ihnen – Jakob Spahn, Erster Solocellist im Orchester der Bayerischen Staatsoper München – kommt immer wieder gerne nach Rutesheim zurück, um nunmehr selbst zu unterrichten.

Ihre Entstehung verdankt die Cello-Akademie der Initiative des Cellisten Matthias Trück. Unermüdlich im Einsatz als Gestalter und Manager der Cello-Akademie, scheint der gebürtige Rutesheimer trotzdem nicht ausgelastet zu sein. Mit dem Celloquartett quattrocelli, dem Cello-Duo ponticellos und als Studiomusiker für Pop-Produktionen verfolgt er weiterhin in erster Linie seine Karriere als international profilierter Cellist.

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