Philharmonie Berlin soll im Juni wieder für Publikum geöffnet werden
Der Vorverkauf für die Konzerte der Berliner Philharmoniker startet heute
Die Berliner Philharmoniker planen, vorbehaltlich einer positiven Entscheidung des Senats am 1. Juni, ab dem 5. Juni wieder vor Publikum zu spielen. Die Konzerte würden unter den geltenden Hygieneregeln (Platzierung des Publikums im Schachbrettmuster, Tragen von FFP2-Masken sowie Testung aller nicht-geimpften und nicht-genesenen Zuschauer) stattfinden. Andrea Zietzschmann, Intendantin der Stiftung Berliner Philharmoniker: »Im März haben wir mit unserem Pilotprojekt erfolgreich gezeigt, wie wir Konzerte mit Publikum unter sicheren Rahmenbedingungen veranstalten können. Die besondere Atmosphäre und begeisterten Reaktionen auf das Konzert werden die Berliner Philharmoniker und Kirill Petrenko sicher nie vergessen. Wir hoffen nun sehr, die Türen der Philharmonie ab dem 5. Juni wieder regelmäßig öffnen zu können. Die Begegnung mit unserem Publikum am Ende einer Saison, in der wir nur wenige Konzerte vor besetzten Rängen spielen konnten, bedeutet uns sehr, sehr viel! Die drei Juni-Programme bieten ein breites Spektrum von Antonio Vivaldi über Beethoven, Brahms bis Unsuk Chin und präsentieren altbekannte Freunde wie Herbert Blomstedt, aber auch spannende Debüts mit Jean-Christophe Spinosi und Philippe Jaroussky«
Folgende Veranstaltungen sind geplant
Am 5. Juni spielen die Berliner Philharmoniker unter der Leitung des finnischen Dirigenten Sakari Oramo Jean Sibelius’ Symphonie Nr. 2 sowie Unsuk Chins Konzert für Klavier und Orchester mit Sunwook Kim als Solist. Der südkoreanische Pianist gibt damit sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern. Das Klavierkonzert von Unsuk Chin, das erstmals bei den Berliner Philharmonikern erklingt, ist Teil des saisonübergreifenden programmatischen Schwerpunktes mit Werken von zeitgenössischen Komponistinnen. »Ich wollte [...] vor allem die Aspekte Vitalität, Motorik und Virtuosität, kurz die spielerische Seite des Klaviers, herausstellen«, sagt Unsuk Chin über ihr in den Jahren 1996 und 1997 geschriebenes Werk.
In der darauffolgenden Woche geht es zurück in den bekannten Konzertmodus, mit Konzerten am Donnerstag, Freitag und Samstag. Am Pult ist mit Herbert Blomstedt ein langjähriger Freund des Orchesters zu Gast, der in einem für ihn typischen Programm neben Johannes Brahms’ Symphonie Nr. 3 die Vierte Symphonie von Jean Sibelius dirigiert. Seit seinem Debüt bei den Berliner Philharmonikern vor 45 Jahren hat der schwedisch-amerikanische Dirigent immer wieder Programme mit Schwerpunkt auf dem romantischen und spätromantischen deutschen und skandinavischen Kernrepertoire zusammengestellt.
Dirigenten- und Solisten-Debüt
Vom 17. bis 19. Juni debütieren gleich zwei Künstler bei den Berliner Philharmonikern. So leitet der französische Dirigent Jean-Christophe Spinosi, der in der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts seine musikalische Heimat hat, erstmals das Orchester. Gemeinsam mit dem französischen Countertenor Philippe Jaroussky, der ebenfalls sein Debüt gibt, werden Antonio Vivaldis Arien »Vedrò con mio diletto« aus der Oper Il Giustino und »Gemo in un punto e fremo« aus der Oper L’Olimpiade aufgeführt. Auf dem Programm stehen außerdem Wolfgang Amadeus Mozarts Jupiter-Symphonie sowie Joseph Haydns Symphonie Nr. 82.
Am 18. Juni empfängt der Kammermusiksaal erstmals seit November 2020 wieder Gäste. Auf Einladung der Stiftung Berliner Philharmoniker spielen Frank Peter Zimmermann, Violine, und Martin Helmchen, Klavier, eine Auswahl an Beethoven-Sonaten, unter anderem die bekannte Kreutzer-Sonate.
Ab dem 25. Juni ist das letzte Familienkonzert der Saison online in der Digital Concert Hall abrufbar. Kurt Weills Kinderpantomime Zaubernacht unter der Leitung des philharmonischen Schlagzeugers Simon Rössler und in der Inszenierung von Nelly Danker wird von Mitgliedern der Berliner Philharmoniker gespielt.
Der Vorverkauf für die Veranstaltungen in der Philharmonie und im Kammermusiksaal im Juni beginnt am 31. Mai. Karten sind online unter www.berliner-philharmoniker.de sowie telefonisch (Tel. 030 25488- 999, Mo–Fr, 9–16 Uhr) zu erwerben. Sollten sich aufgrund steigender Inzidenzwerte oder anderslautender Vorgaben des Senats die geplanten Konzertetermine ändern, würden die erworbenen Tickets selbstverständlich rückerstattet und die Konzerte aus dem Großen Saal der Philharmonie, wie bisher, ausschließlich als Live-Stream in der Digital Concert Hall gesendet werden.
Alle wichtigen Informationen zum Konzertbesuch finden sich auf der Webseite unter www.berliner- philharmoniker.de/hygieneregeln
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