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Meldung vom 04.11.2020

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

15. Wittenberger Renaissance Musikfestival ist zu Ende gegangen

Emotionale Momente, großartige Konzerte und ein abwechslungsreiches Programm mit Workshops, Lesungen, einer Ausstellung und Stadtführung – kurz vor dem erneuten Lockdown ist das 15. Wittenberger Renaissance Musikfestival mit erstklassigen Konzerten des Ensembles 1684, Hille Perl und Murat Coşkun, Elisabeth Seitz & Christoph Meyer, der Wittenberger Hofkapelle, der Hofkapelle Schloss Seehaus und einem dankbaren Publikum zu Ende gegangen.

Im gefeierten Abschlusskonzert in der Schlosskirche präsentierten die Nachwuchsensembles Praetorius Consort der gastgebenden Wittenberger Hofkapelle und das Renaissance Ensemble Süßato der Kreismusikschule Teltow-Fläming ein beeindruckendes Programm aus Renaissancemusik und überraschend modernen Arrangements. Zwar durften coronabedingt Sopran-Star Emma Kirkby und Jakob Lindberg sowie Lautenist Rolf Lislevand nicht anreisen. Stattdessen aber konzertierten spontan die Hofkapelle Schloss Seehaus sowie Hille Perl und Murat Coşkun mit ihrem durch die Zeit springenden Programm „Hier und Jetzt“ in den bis auf den letzten Platz gefüllten Sälen, soweit dies die Corona-Bestimmungen erlaubten. Alles andere als ein Ersatzprogramm war auch das Konzert mit Johanna Seitz (Barockharfe) und Christoph Meyer (Barockvioline), der krankheitsbedingt für Elisabeth Seitz (Psalter) von Ensemble 33zwo eingesprungen war. Voller Esprit und Spielfreude entführten sie in die faszinierenden Klangwelten des irischen und englischen 17./18. Jahrhunderts. Eine Musikinstrumentenausstellung zum Instrumentarium der Renaissance im Alten Rathaus und zahlreiche Tanz- und Instrumental-Workshops mit Lehrangeboten für Spiel- und Aufführungspraxis lockten Profis und Interessierte aus ganz Deutschland in die Lutherstadt. Beim Eröffnungskonzert war Ministerpräsident Reiner Haseloff anwesend und bestätigte noch einmal, dass das Land Sachsen-Anhalt trotz Corona an seiner Unterstützung von 35.000 Euro festgehalten hat.

Motto für 2021: „Mythen und Märchen“

Mit einer Auslastung von 83% schlägt sich der Erfolg des Festivals in diesem besonderen Jahr nicht in Zahlen nieder, sondern in der Verbundenheit der Veranstalter, Musiker und den Zuhörern. Die strengen Hygienevorschriften stießen durchgängig auf ein verständnisvolles Publikum, „das durch die alten Instrumente und die Musik beeindruckend in die Zeit der Renaissance versetzt wurde“, resümierte Giorgios Kalaitzis, Geschäftsführer der Lutherstadt Wittenberg Marketing GmbH. Das Motto 2021 steht bereits fest: „Mythen und Märchen“.

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