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Meldung vom 23.06.2020

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Martha Argerich und Renaud Capuçon live auf symphonikerhamburg.de

Dieses herausragende Duo sorgte bereits beim Martha Argerich Festival 2019 für Begeisterung: Nun sind Martha Argerich (Klavier) und Renaud Capuçon (Violine) live im Internet zu erleben. Am Donnerstag, 25. Juni 20, geben sie von 20 Uhr an auf symphonikerhamburg.de ein gemeinsames, frei zugängliches Konzert, das direkt aus dem Großen Saal der Laeiszhalle übertragen wird.

Martha Argerich ist zudem zentral beteiligt an dem Internet-Projekt „Die liebe Erde allüberall“ von Daniel Kühnel und Aron Kitzig, dass am Dienstag, 23. Juni 2020, um 19 Uhr mit dem Ersten Abend startet. Bis Sonntag, 28. Juni 2020, wird auf symphonikerhamburg.de jeden Abend um 19 Uhr eine Musik-Bild-Video-Collage gestreamt.

Die Details dazu finden Sie hier: https://www.symphonikerhamburg.de/news/die-liebe-erde-allueberall-271/

Projekt »Die liebe Erde allüberall«

Klassische Musik und Internet – diese in der Musikgeschichte noch junge Kombination beschränkt sich meist aufs Übermitteln: Auf der einen Seite der Inhalt, auf der anderen Seite das Medium. Nach Ansicht der Symphoniker Hamburg wird das den digitalen Möglichkeiten jedoch weder technisch noch künstlerisch gerecht. Sie setzen sich mit dem Projekt »Die liebe Erde allüberall« zum Ziel, das Verhältnis von klassischer Musik und Internet neu zu denken.

Vom 22. bis 28. Juni 2020 bietet sich damit ein Erlebnis für Auge, Ohr und Geist, das in der Welt der klassischen Musik wohl keinen Vorläufer hat. Ausgehend von Musik sollen die Möglichkeiten des digitalen Raums sowohl als ein Ort für Gedankenaustausch als auch als Ort für eine teilweise von Künstlicher Intelligenz geschaffene Kunst erkundet werden: Das Publikum erlebt zeitgleich Konzerte aus der Laeiszhalle, philosophisch-poetische Kommentare, Videokunst und eine durch Künstliche Intelligenz geschaffene Bildwelt.

Gustav Mahlers Das Lied von der Erde im Zentrum

Im Zentrum steht Gustav Mahlers Das Lied von der Erde unter der Leitung von Symphoniker-Chefdirigent Sylvain Cambreling. An den ersten fünf Abenden wird jeweils eine musikalische Collage von etwa 45 Minuten Dauer gespielt, die sich um je einen Satz aus Mahlers Werk formiert. Hinzu kommen Werke anderer Komponisten, am fünften Abend auch von Sylvain Cambreling selbst. Der sechste Abend, an welchem Das Lied von der Erde in Gänze auf dem Programm steht, wird am Sonntag, 28. Juni 2020, live gestreamt.

Kammerorchesterfassung von Schönberg / Riehn

Der umfangreichen Proben- und Aufnahmearbeit in der Laeiszhalle seit Anfang Juni liegt ein sehr gründliches Hygienekonzept zugrunde. Deshalb wird Das Lied von der Erde in der Kammerorchesterfassung von Schönberg / Riehn mit 16 Musikern gespielt. Daniel Behle (Tenor) und Michael Volle (Bariton) singen. Musiker wie Nicholas Angelich (Klavier), Martha Argerich (Klavier), Jean-Efflam Bavouzet (Klavier), Andrei Ioniță (Violoncello), Julia Kleiter (Sopran) und David Orlowsky (Klarinette) wirken an den musikalischen Collagen mit. Gerahmt werden die sechs Abende von einem Prolog, der ebenfalls gestreamt wird, und einem Epilog in gedruckter literarischer und dokumentarischer Form.

Reaktion auf Erfahrung der letzten Monate unter dem Eindruck der Pandemie

„Die Entscheidung für ‚Das Lied von der Erde‘ im Zentrum des Projekts ist nicht zufällig“, sagt Symphoniker-Intendant Daniel Kühnel. „Diese Wahl sowie die Entscheidung für den besonderen Zugriff des Projekts sind eine Reaktion auf unser aller Erfahrung der letzten Monate vom Leben unter dem Eindruck der Pandemie: Es geht um die Fragen, wie der Mensch das Leben auffassen kann, wie er dem Leben begegnen soll und letztlich, was menschliche Existenz in physischer, geistiger und politischer Hinsicht ist. Zusammen mit Sylvain Cambreling und einem Team rund um den Videoartist Aron Kitzig erarbeiten wir ein zweiteiliges Projekt: Im ersten Teil wird das Internet als Aufführungsort für ein Konzert neu definiert, im zweiten Teil soll – möglicherweise im Herbst 2020 – die Umarbeitung des anfänglich digitalen Geschehens in ein Bühnenprojekt gelingen.“

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