Internationale Händel-Festspiele Göttingen 2020 finden nicht statt
Das Festivalbüro ist bis einschließlich 17. April geschlossen
Der Kulturbereich ist flächendeckend von behördlichen Empfehlungen auf Stadt-, Landes- und Bundesebene betroffen und maßgeblich durch präventive Maßnahmen eingeschränkt. In einer Sitzung der vier Gesellschafter der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen GmbH und einem Beschluss des Aufsichtsrates am Dienstagvormittag wurde beschlossen, die Festspiele 2020 zu verschieben. Der Geschäftsführende Intendant Tobias Wolff wendet sich in einer Videobotschaft (abrufbar unter hndl.de/info2020) an alle Beteiligten und Betroffenen.
In seiner Videobotschaft sagte Tobias Wolff unter anderem: „Unsere Jubiläumsfestspiele, auf die wir uns sehr gefreut und auf die Laurence Cummings, mein Team und ich über viele Jahre hingearbeitet haben, werden im Mai 2020 nicht stattfinden. In großer Übereinstimmung mit den Gesellschaftern der Festspiel-GmbH halte ich diese präventive Maßnahme aber für richtig. Denn nach derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass im Mai 2020 die Corona-Epidemie noch nicht überwunden sein wird. Die Festspiele locken jährlich tausende Menschen aus der ganzen Welt an. Gemeinsam mit allen Verantwortlichen halte ich es aber nicht für vertretbar, Künstlerinnen und Künstler, Publikum, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dem vermutlich weiterhin hohen Risiko einer Ansteckung auszusetzen. Und schon heute weiß ich: Wir können das vorgesehene Programm ohnehin nicht mehr wie geplant durchführen.‟
Eintrittsgelder fehlen in der Bilanz
Tobias Wolff: „Selbstverständlich würden die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen gern alle Eintrittsgelder an unser Publikum zurückzahlen. Nicht nur vor dem Hintergrund der existenziellen Bedrohung der Künstlerinnen und Künstler appellieren wir aber an Sie, liebes Publikum: Bitte prüfen Sie, ob Sie auf eine Rückerstattung der bereits erworbenen Tickets verzichten können! Gern stellen wir Ihnen im Gegenzug eine Spendenbescheinigung aus. Die so gewonnenen Mittel werden wir unter anderem dafür verwenden, betroffene Künstlerinnen und Künstler zu unterstützen. Zudem ist aber auch unsere gemeinnützige Festspiel-GmbH in ihrer Existenz bedroht. Da sie nahezu ohne Rücklagen auskommen muss und auch der laufende Betrieb zum Teil über Eintrittsgelder und Drittmittel finanziert wird, drohen erhebliche Ausfälle.‟
Das Festspielbüro zunächst vom 18. März bis einschließlich 17. April 2020 geschlossen. Weitere Informationen unter www.haendel-festspiele.de
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