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Meldung vom 23.08.2019

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Bach-Museum Leipzig: Drei Komponistinnen und J.S. Bach

Der 200. Geburtstag von Clara Schumann bietet den willkommenen Anlass, in einer vergleichenden Ausstellung drei Musikerinnen in den Blick zu nehmen, die aufgrund ihrer bekannten Namen seit einigen Jahrzehnten in Forschung und Öffentlichkeit auf wachsendes Interesse stoßen: die Hofsängerin Anna Magdalena Bach, geb. Wilcke (1701-1760) sowie die Pianistinnen und Komponistinnen Fanny Hensel, geb. Mendelssohn (1805-1847) und Clara Schumann, geb. Wieck (1819-1896). Ihre Lebensdaten umfassen zwei Jahrhunderte, in denen sich die Handlungsspielräume und Tätigkeitsfelder von Musikerinnen wandelten und erweiterten.

Die Ausstellung beleuchtet den familiären Hintergrund, das gesellschaftliche Umfeld und die wichtigsten Künstlerbeziehungen der drei Musikerinnen und würdigt ihr vielseitiges Wirken als Interpretinnen, Komponistinnen, Konzertorganisatorinnen, Herausgeberinnen und Musikalienhändlerinnen. Ihre Beschäftigung mit der Musik Johann Sebastian Bachs zieht sich als roter Faden durch die Ausstellung.

Zu sehen sind kostbare Originale wie das bekannte Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach sowie der von Bach inspirierte Lobgesang von Fanny Hensel und Clara Schumanns Fugenstudien über Themen von Johann Sebastian Bach. Briefe von Fanny und Felix Mendelssohn Bartholdy und das Ehetagebuch von Clara und Robert Schumann erzählen vom Austausch der Geschwister beziehungsweise Eheleute. Während Briefe, Porträts und Tagebücher tiefe Einblicke in die Persönlichkeit und Gedankenwelt von Fanny Hensel und Clara Schumann gewähren, ist die Quellenlage zu Anna Magdalena Bach schwieriger. Informationen über sie müssen aus amtlichen Dokumenten, Kirchenbüchern und Notenabschriften herausgefiltert werden. Ausgestellt ist unter anderem ein erst kürzlich entdeckter Zahlungsbeleg, durch den bekannt wurde, dass der erwachsene, geistig behinderte Sohn Gottfried Heinrich nach Bachs Tod weiterhin bei seiner Mutter Anna Magdalena lebte.

Zahlreiche Hörstationen bringen die Kompositionen, Konzertprogramme sowie Brief- und Tagebuchausschnitte zum Klingen und führen in die Welt der Musikerinnen und ihre Beziehung zu Johann Sebastian Bach ein.

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