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Meldung vom 11.07.2019

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Das Kammermusikfest Sylt 2019 setzt auf Farben

Das Kammermusikfest Sylt, das vom 28. Juli bis 1. August stattfindet, bietet im mittlerweile achten Jahr ein abwechslungsreiches Programm in den verschiedenen Orten auf der Nordseeinsel an. Im Sommer 2019 steht das Programm unter dem Motto „Colours | Farbrausch“, weshalb jedes Festivalkonzert einer Farbe gewidmet sein wird. Seit 2012 lädt der Cellist Claude Frochaux, künstlerischer Leiter des Festivals, gemeinsam mit dem organisatorischen Leiter Malte Ruths renommierte Freunde aus der internationalen Musikwelt ein. Dabei reisen die Künstler nicht nur für ein Konzert an und sofort wieder ab, sondern bilden eine kreative Einheit, die in der Festivalwoche in immer wechselnden Zusammensetzungen zu hören ist. Beim Eröffnungskonzert am Sonntag, 28. Juli in St. Niels kombiniert das Musiker-Ensemble Schuberts Forellenquintett einerseits mit Tangos u.a. von Astor Piazzolla und Carlos Gardel, andererseits aber auch mit einer faszinierenden Komposition des US-Avantgarde-Gitarristen Marc Ribot und der meditativ wirkenden Musik des Letten Peteris Vasks. Denn Blau ist nicht nur die Farbe des Wassers, sie steht auch für die Sehnsucht im Tango und für die Kontemplation am Ufer der Stille.

Am 29. Juli, in der Akademie am Meer Klappholttal, ist das Programm-Mottomzwar „Schwarz“. Doch die Zusammenstellung bietet etliche Abstufungen, sie reichen von Ottorino Respighis Il Tramonto (Sonnenuntergang) für Mezzosopran und Streicher, dem ein Shelley-Gedicht die Vorlage lieferte, und Debussys märchenhafter Mondlicht-Vertonung Clair de lune bis zu Chansons und Liedern von Brel und Weill, die in der vermeintlichen Dunkelheit umso intensiver aufleuchten.

Das „Transparenz“-Konzert am 30. Juli in der Galerie Falkenstein Fine Art in Kampen setzt auf Klassiker – Haydn und Mozart, Scarlatti und Rameau. Stil-Ikonen, deren Musik zeitlos raffiniert ist. Nach dieser Matinee folgt am Abend ein weiteres Konzert für Gourmets, erneut in St. Niels. Dort materialisiert sich das „Grün“ als Leitmotiv der Natur in der Musik von Beethovens Pastorale-Sinfonie – allerdings nicht in der regulären Version für großes Orchester, sondern in einer wunderbar detailverliebten Bearbeitung für Streichsextett. Für ein zweites großes Überraschungsmoment in diesem Programm sorgt garantiert das Arrangement der beliebtesten Melodien aus Bizets Oper Carmen für vier Violinen und Kontrabass. Für „Brillanz“ ist am 31. Juli im Sylt Museum Keitum bestens gesorgt. Dort erklingt u.a. die Cello-Suite des Katalanen Gaspar Cassadò (1897-1966), für die er sich Bachs barocke Meisterwerke als Vorbild nahm. Ähnlich virtuos: das von Rossini komponierte Duett – stellenweise mehr ein Geschicklichkeits-Duell – für Violoncello und Kontrabass. Die Farbkombination „Pastell & Neon” ist alles andere als alltäglich. Im Museu im Hüs in Morsum wird sie für Aufsehen erregende Begegnungen sorgen, wenn Ravels Duo für Violine und Klavier auf ein Potpourri aus Porgy and Bess-Hits trifft, das der Jahrhundertgeiger Jascha Heifetz arrangierte. In der Kirche St. Martin zu Morsum werden argentinische Tangos und die Canciones populares españolas“ für Mezzosopran und Gitarre von Manuel de Falla mit einem Meisterwerk kombiniert, das auf der Schwelle zum 20. Jahrhundert entstand: Schönbergs Streichsextett Verklärte Nacht, spätromantisch berauschend und von überwältigender Klangschönheit. Das „Halb-Finale“ am 1. August mit Bach, Sibelius und Piazzolla in der Akademie am Meer ist „Weiß“ gewidmet und beinhaltet daher auch – als hintersinnige Hommage an das Weiße Rauschen der Nordsee – John Cages Klassiker 4‘33“, das die totale Abwesenheit von Noten zum Hörerlebnis macht. Spektakulär endet das Kammermusikfest am Abend im Keitumer Friesensaal mit „Rosa + Rot“: Chansons, das wild pulsierende Klavierquintett von César Franck, bevor Tangos del Diablo umgehend die Sehnsucht auf den nächsten Sommer des Kammermusikfest Sylt entfachen.

Eintritt: je nach Konzert 20 bzw. 10 Euro, Kinderkonzert: Eintritt frei. Abschlussgala: 25 Euro.

Festivalpass: 109 Euro. Bis einschl. 29 Jahre Eintritt frei. Schwerbehinderte, Arbeitslose, Asylbewerber Eintritt frei - Tickets: www.insel-sylt.de, an allen bekannten Vorverkaufsstellen der Insel sowie an der Tageskasse. Weitere Informationen: www.kmfsylt.de

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