Georg Fritzsch zum GMD der Badischen Staatskapelle Karlsruhe ernannt
Georg Fritzsch wurde ab der Spielzeit 2020/21 zum neuen GMD des Badischen Staatstheaters und der Badischen Staatskapelle Karlsruhe ernannt. Bei einer Pressekonferenz am Abend des 16. Mai wurde Georg Fritzsch – seit 2003 Generalmusikdirektor an der Oper Kiel – als neuer GMD des Badischen Staatstheaters und der Badischen Staatskapelle Karlsruhe vorgestellt. Seine Wahl erfolgte mit einer überragenden Mehrheit im Orchester. Georg Fritzsch tritt seine Position mit Beginn der Spielzeit 2020/21 für eine Dauer von vier Jahren an.
Georg Fritzsch wird ab 2020 eines der ältesten und traditionsreichsten Orchester der Welt als Chefdirigent leiten und folgt in dieser Position Justin Brown nach, der seit 2008 GMD in Karlsruhe ist. Die Badische Staatskapelle wurde 1662 gegründet und hat als national und international anerkannter Klangkörper Karlsruhe zu einem Musikzentrum gemacht. Große Dirigentenpersönlichkeiten leiteten zahlreiche Uraufführungen bedeutender Komponisten wie u.a. Johannes Brahms, Hector Berlioz und Béla Bártok.
„Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit diesem wunderbaren Orchester, sowie dem Ensemble und Team des Badischen Staatstheaters, bin berührt von dem Votum des Hauses und sehe es als große Ehre an, mich in die Riege von Chefdirigenten wie Hermann Levi, Felix Mottl und Joseph Keilberth einreihen zu dürfen“, sagt Georg Fritzsch in einer ersten Stellungnahme.
Die Programmschwerpunkte des designierten Generalmusikdirektors, der sich mit Ende der Saison 2018/19 in Kiel nach 16 Jahren verabschiedet, werden in der deutschen Romantik, insbesondere den Werken von Richard Strauss, aber auch in der Weiterentwicklung des klassischen Repertoires, und da ganz besonders auf Wolfgang Amadé Mozart, liegen. Der Bezug zu zeitgenössischer Musik, den Georg Fritzsch während seiner gesamten bisherigen Laufbahn pflegte, wird weiterhin eine wichtige Komponente in der Programmgestaltung sein.
Georg Fritzsch gilt als einer der profiliertesten Wagner‐ und Strauss‐Dirigenten Deutschlands. Sein Dirigat des Ring anlässlich der Neueröffnung des traditionsreichen Genfer Opernhauses, des Grand Théâtre de Genève, wurde international mit großer Zustimmung und äußerst positiven Reaktionen der Medien aufgenommen. Darüber hinaus ist er ein gefragter Gastdirigent nicht nur, aber besonders für das Deutsche Fach. Georg Fritzsch beherrscht ein umfassendes Repertoire unterschiedlicher musikalischer Epochen. Die großen Komponisten der deutschen Klassik und Romantik nehmen dabei einen besonderen Stellenwert ein, vor allem Mozart, Beethoven, Reger, Schubert und Mendelssohn, Bruckner, Richard Wagner, Gustav Mahler und Richard Strauss. Dazu fördert Georg Fritzsch Zeitgenössisches und dirigierte zahlreiche Ur‐ und Erstaufführungen. Als Dirigent sieht Georg Fritzsch seine Entwicklung stark von der Tradition des bei der Sächsischen Staatskapelle an der Dresdner Oper gepflegten Stils beeinflusst. Seine Lehrjahre dort in den 1980er‐Jahren haben nach wie vor für ihn prägende Bedeutung was die Interpretation des Repertoires von Wagner und Strauss angeht. Fritz Busch, den GMD der Dresdner Oper zwischen 1922 und 1933, bezeichnet er in dessen Bemühen um Kunst und Künstler als eines seiner Vorbilder.
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