Olivier Latry über die Orgel in Notre Dame und sein Konzert in Dresden
Auf einer Pressekonferenz gestern Mittag hat sich Olivier Latry, Titularorganist der Kathedrale Notre Dame in Paris und aktueller Palastorganist der Dresdner Philharmonie, zu den Ereignissen in Paris und sein Konzert gestern Abend im Kulturpalast geäußert: „Ich bin sehr gerührt von den Reaktionen hier in Dresden. Es ist unglaublich für mich, dass die Menschen anderswo so bewegt sind und so viel für Notre Dame tun möchten. Besonders hier, wo ich mich seit fast zwei Jahren fast wie in einer Familie mit dem Orchester der Dresdner Philharmonie fühle. Heute habe ich auch den Beweis, dass die Leute diese Verbindung auch andersherum haben, das ist für mich auch ein großes Erlebnis.“
Zur aktuellen Situation in Notre Dame sagte Latry: „Soweit ich weiß, ist die Orgel weitgehend intakt geblieben. Aber wir sind natürlich noch nicht sicher, denn wir können noch nicht auf die Empore. Das Feuer hat der Orgel offenbar nicht massiv geschadet. Die Hitze hätte die Pfeifen ohne Weiteres zum Schmelzen bringen können, aber das ist zum Glück nicht passiert. Auch mit dem Wasser gab es in der Hauptorgel kein Problem. Die kleinere Chororgel ist fast zerstört, aber sie ist historisch nicht so bedeutend wie die große. Es ist natürlich wunderbar, dass es diese Orgel noch gibt. Ich weiß nicht wann, aber vielleicht können wir sie in fünf oder zehn Jahren wieder hören.“
„Ich habe heute Nacht hier im Kulturpalast bis vier Uhr geprobt, und als ich zurück zum Hotel ging, habe die wunderschöne Frauenkirche gesehen. Das war für mich ein Moment der Hoffnung: dass das, was hier möglich war, auch in Paris möglich sein wird.“
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