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Besprechungen • Nachrichten • Themen

Besprechung heute

encora 2 CD enc-030

Womöglich ist dem ein oder anderen Freund britischer Musik der Name Bernard Benoliel durch seine Begleittexte zu diversen CD-Veröffentlichungen (u.a. bei Chandos) geläufig; überhaupt war Benoliel als langjähriger Sekretär des Ralph Vaughan Williams Trust ein Zeit lang durchaus präsent im britischen Musikleben. Dabei war Benoliel (1943–2017) eine facettenreiche Person, gebürtiger Amerikaner mit französischen, arabischen und italienischen Wurzeln, Privatstudent von Stefan Wolpe, ab 1971 weitestgehend in Europa ansässig, zuletzt in Amsterdam, nicht nur Musiker, sondern auch im Immobiliengeschäft aktiv. Als Komponist hat er gerade einmal 15 Werke hinterlassen, die teils über sehr lange Zeiträume hinweg entstanden. Kommerzielle Einspielungen davon untersagte er, obwohl z.B. ein Rundfunkmitschnitt seiner Sinfonia Cosmologica in Zirkulation gewesen ist (vor Jahren meine eigene Erstbegegnung mit seiner Musik). Mit seinen drei Klaviersonaten, gespielt von Ralph van Raat, legt das kleine Label encora nun die dritte Doppel-CD mit Musik Benoliels vor; am Ende soll das Gesamtwerk auf CD verfügbar sein

Ralph Raat (Klavier)

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Aktuelle Meldungen

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Musikpreis der Stadt Duisburg für Igor Levit

Preisverleihung am Mittwoch, 30. September, 19.30 Uhr, Philharmonie Mercatorhalle

Wer in Igor Levit nur einen der besten Pianisten seiner Generation sieht, kennt ihn lediglich zur Hälfte. Musik ist für ihn nie bloße Interpretation, sondern immer auch gesellschaftliche Haltung: Mit Klarheit und einer unverwechselbaren öffentlichen Stimme bezieht er Position gegen Antisemitismus, Hass und Ausgrenzung. Für dieses Zusammenspiel aus künstlerischer Exzellenz und gesellschaftlichem Engagement verleiht ihm die Stadt Duisburg nun den Musikpreis 2026.
[22.09.2026]

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chiaroscuro: Musik zwischen Licht und Schatten

Samstag, 3. Oktober 2026 – 17.00 Uhr Dreifaltigkeitskirche Volkach-Gaibach

Am Samstag, 3. Oktober 2026 um 17 Uhr ist das Vokalensemble canto chiaro in der Dreifaltigkeitskirche Volkach-Gaibach im Rahmen von Klanglandschaft Mainfranken 2026 und dem „Balthasar-Neumann-Panorama“ zu erleben. Das 2022 gegründete Ensemble widmet sich solistisch besetzt der Musik des 16. und 17. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt stehen die feinen Verbindungen von Wort und Klang, die Ausdruckskraft historischer Vokalmusik sowie Werke, die über Jahrhunderte im Schatten des Kanons standen.
[22.09.2026]

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Gärtnerplatztheater | Erfolgreicher Saisonauftakt

Rund 6.000 Besucher beim »Tag der offenen Tür« und eine ausverkaufte erste Opernvorstellung

Am Samstag, 19. September lud das Staatstheater am Gärtnerplatz in München zu einem »Tag der offenen Tür«. Rund 6.000 Besucherinnen und Besucher nutzten die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen des Theaterbetriebs zu werfen. Am Sonntag folgte mit der ausverkauften Spielzeitpremiere der Oper La traviata in der Regie von Isabel Ostermann die erste reguläre Vorstellung der neuen Saison.
[22.09.2026]

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Sarah Nemtsov zu Gast in Magdeburg

1. Sinfoniekonzert am 24. und 25. Sept. mit Sarah Nemtsov und GMD Christian Øland

Mit der deutschen Komponistin Sarah Nemtsov, der diesjährigen Composer in Residence am Theater Magdeburg, rückt eine der profiliertesten Stimmen der zeitgenössischen Musik in den Mittelpunkt des 1. Sinfoniekonzerts der neuen Saison der Magdeburgischen Philharmonie. Am Donnerstag, 24.9., und Freitag, 25.9., jeweils um 19.30 Uhr im Opernhaus, erklingen Werke von Jean Sibelius, Richard Strauss und Sarah Nemtsov. Die Komponistin wird am Donnerstag persönlich anwesend sein und bereits um 18.45 Uhr in der Konzerteinführung Einblicke in ihr Schaffen und ihr Werk black trees geben.
[22.09.2026]

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Kalenderblatt

Sir John Tomlinson 80. Geburtstag

Als einer der bedeutendsten Wagner-Sänger seiner Zeit war der englische Bass Sir John Tomlinson fast 20 Jahre lang bei den Festspielen auf dem Grünen Hügel zu hören. Dabei hatte er eine Sängerkarriere ursprünglich gar nicht geplant. Er wurde am 22. September 1946 in Accrington, Lancashire, geboren und wuchs in einem sehr musikalischen Umfeld auf. Regelmäßig versammelte sich die Familie zu Hause um das Klavier zum gemeinsamen Singen, viele seiner Freunde und Bekannten aus Lacashire waren Sänger, Dirigenten, Organisten und Pianisten – aber alles spielte sich im Amateurbereich ab. So absolvierte Tomlinson zunächst auch ein Ingenieursstudium an der Universität Manchester. Schon als Teenager wurde ihm immer wieder bestätigt, dass er eine kräftige Stimme habe. Mit 21 Jahren, nach dem Abschluss des Studiums, entschloss er sich, Unterricht zu nehmen und eine professionelle Laufbahn als Sänger einzuschlagen.

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Isaac Stern 25. Todestag

Vor fünfundzwanzig Jahren, am 22. September 2001 starb in New York einer der berühmtesten Geiger unserer Zeit, Isaac Stern. Geboren am 21. Juli 1920 in der Ukraine, übersiedelte seine Familie 1921 in die USA wo Isaak Stern seine Ausbildung erhielt. Zunächst nahm er Klavierunterricht, wechselte aber bald zur Geige und wurde u.a. von Louis Persinger unterrichtet, zu dessen Schülern auch Yehudi Menuhin gehörte. Sein Orchesterdebüt gab Stern im Alter von 11 Jahren mit dem San Francisco Symphony Orchestra unter der Leitung von Pierre Monteux. Neben seiner Solistentätigkeit war Isaac Stern ein engagierter Kammermusiker und trat mit dem Pianisten Eugene Istomin und dem Cellisten Leonard Rose auf.

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Übrigens...

...?

Wussten Sie, ...

dass Hans Pfitzner, der Komponist der Oper "Palestrina", 115 klavierbegleitete Lieder geschrieben hat, davon allein 19 auf Texte von Joseph von Eichendorff?

„...“

Man kann auch Musik mit Lippenstift beschmieren und mit Puder ersticken.

Igor Strawinsky

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