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CD-Besprechung

L.v. Beethoven • J. Brahms • L. Janáček

Genuin 1 CD GMP 010301-1

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Besprechung: 19.12.03

Genuin GMP 010301-1

1 CD • 60min • 2001

Das junge Label Genuin macht mit interessanten Veröffentlichungen auf sich aufmerksam! Kürzlich waren es Schubert-Einspielungen mit dem Pianisten Daniel Röhm (D 958 und D 959), nun handelt es sich um eine gediegene, in allen Werksegmenten verantwortungsvolle Duo-Edition mit unbekannten Instrumentalisten, die eine Förderung durchaus verdienen. Und nebenbei bemerkt: im Genuin-Katalog dürfte für Klavierenthusiasten auch jene dickleibige CD-Box fruchtbare Unruhe erzeugen, die zum 75. Geburtstag des österreichischen Pianisten Paul Badura-Skoda erschienen ist. Badura-Skoda wirkt und tastet hier nicht nur in seiner ureigenen Eigenschaft als Klavierspieler, sondern – in jungen Jahren – als Akkordeonvirtuose und (mit Beethovens Sinfonie Nr. 2) auch als Dirigent.

Doch zurück zum Duo Laszlo Fogarassy (Violine) und Claudia Henninger (Klavier). Ihr (Zusammen-) Spiel wirkt abgestimmt in den wichtigen Grundsatzentscheidungen, es scheint der nötige Freiraum zu bleiben, für momentane Gefühls- und Gedankenregungen. Die elementaren Fragen der geigerischen Intonation und der pianistischen Treffsicherheit sind verläßlich beantwortet – und auch im atmosphärischen Bereich wird diese Einspielung zufriedenstellen. Ich habe sie bei den Janácek-Werken mit der neuen harmonia mundi-Einspielung mit Isabelle Faust und Ewa Kupiec verglichen – und die beiden „Neulinge“ Fogarassy und Henninger haben mit ihrem Janácek-Dialog durchaus etwas Eigenes, Wertbeständiges zu bieten, will sagen: sie nehmen dieses schmerzlich-lebensvolle Werk eine Spur direkter, fülliger in der Ton- und Ausdrucksgebung als die genannten Kolleginnen. Nicht heftiger in der Dynamik, aber eine Spur grundierender, deutlicher.

Ein Nachwort zur graphischen Präsentation dieser CD. Die biographischen Texte sind lesbar gestaltet, warum aber druckt man die Werkeinführungen so klein und damit unleserlich, obwohl genügend Platz zur Verfügung steht? Schöne Optik ja, aber Optik ohne Leserlichkeit – das sollte (und nicht nur bei dieser Gelegenheit!) vermieden werden!

Peter Cossé † [19.12.2003]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 L.v. Beethoven Sonate Nr. 8 G-Dur op. 30 Nr. 3 für Violine und Klavier
2 J. Brahms Sonate Nr. 1 G-Dur op. 78 für Violine und Klavier (Regenlied-Sonate)
3 L. Janáček Sonate as-Moll für Violine und Klavier

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
László Fogarassy Violine
Claudia Henninger Klavier
 
GMP 010301-1;4260036250046

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