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Komponisten: Aktuelle Infos

František Benda 240. Todestag

böhm. Violinist, Komponist und Kapellmeister


Franz Benda war ein zu seiner Zeit hoch geschätzter Geiger und Komponist. Er wurde am 22. November 1709 in Alt-Benatek geboren und entstammte einer weit verzweigten böhmischen Musikerfamilie. Bereits in frühester Kindheit war er Chorknabe in einer Jesuitenschule in Prag. Mit zehn Jahren ging er nach Dresden als Kapellchorknabe der Katholischen Hofkirche. Dort lernte er das Violinspiel, für das er später berühmt wurde. Über Wien gelangte er nach 1730 Warschau, wo er die Kapelle eines Kunstmäzens leitete. 1730 konvertierte Benda zum Protestantismus. Auf Empfehlung von J.J. Quantz wurde er 1733 Kapellmeister beim preußischen Kronprinzen Friedrich in Ruppin, später Rheinsberg und gelangte mit dessen Thronbesteigung 1740 nach Potsdam. Die Brüder Johann Gottlieb und Carl Heinrich Graun waren seine ersten Kollegen in der neu gegründeten Hofkapelle. 1742 konnte auch seine Familie nach Berlin übersiedeln und auch seine Brüder Johann, Georg und Joseph, die er unterrichtett hatte, wurden in die Hofkapelle aufgenommen. Benda erwarb sich hohes Ansehen und wurde nach dem Tod von Johann Gottlieb Graun 1771 Konzertmeister, nach dem Tod vonQuantz 1773 der Berater Friedrichs II. in musikalischen Angelegenheiten. Gerühmt wurde vor allem sein berührendes Adagio-Spiel. Seine Spiel- und Lehrweise begründete eine lange fortwirkende Geigen-Tradition. In seinen Kompositionen – überwiegend Werke für die Violine – bemühte er sich, sangbar zu schreiben. Franz Benda starb am 7. März 1786 in Potsdam.

»František Benda: Biographie und Einspielungen«

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Aribert Reimann 90. Geburtstag

dt. Komponist


Der deutsche Komponist und Pianist Aribert Reimann wurde am 4. März 1936 in Berlin in ein von Musik geprägtes Elternhaus geboren. Sein Vater war Kirchenmusiker, seine Mutter eine namhafte Altistin und Gesangspädagogin. Als Zehnjähriger komponierte Reimann bereits erste Klavierlieder. Musiktheater und Lied wurden zu den Keimzellen für Reimanns künstlerisches Schaffen. Seine Arbeit als Opernkomponist begann er 1965 mit Ein Traumspiel nach dem gleichlautenden Schauspiel von August Strindberg. 1971 folgte bei den Schwetzinger Festspielen Melusine nach einem Text Yvan Golls. Mit der Oper Lear (1978, Bayerische Staatsoper) überzeugte er sowohl Fachleute als auch ein breites Publikum durch seinen charakteristischen Personalstil – das Werk erlebte über 30 Produktionen weltweit. Mit Das Schloss nach dem berühmten Text Franz Kafkas verwirklichte Reimann von 1990 bis 1992 ein weiteres Opernprojekt nach einer Literaturvorlage: Die kammermusikalisch fragile Musiktextur spiegelt die alptraumhaft-labyrinthische Atmosphäre des Textes. Auch für seine Oper Bernarda Albas Haus greift Reimann auf einen Text aus dem Kanon der Weltliteratur zurück. Seine intensive Auseinandersetzung mit Federico García Lorcas letztem Schauspiel wurde 2000 ebenfalls in München uraufgeführt. Mit Medea schließlich steht gut 30 Jahre nach dem Erfolg mit Lear der ferne, weibliche Gegenentwurf zu jenem König auf der Bühne. Neben den Opern und Liedkompositionen auf Texte unter anderem Paul Celans und James Joyces schuf Reimann rund 40 Werke absoluter Musik, zahlreiche Kammermusikstücke und Orchesterwerke, wie beispielsweise die Miniaturen für Streichquartett (2004/2005), die beiden Klavierkonzerte (1961 und 1972), Sieben Fragmente für Orchester (1988) oder das Orchesterwerk Zeit-Inseln (2004). Das dem zeitgenössischen Klarinettisten und Komponisten Jörg Widmann gewidmete Werk Cantus für Klarinette und Orchester wurde am 13. Januar 2006 im großen Sendesaal des WDR in Köln uraufgeführt. Inspiriert wurde Reimann zu diesem Werk durch die Kompositionen für Klarinette von Claude Debussy. Reimann wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland sowie mit dem Verdienstorden des Landes Berlin. 2011 wurde ihm der Ernst von Siemens Musikpreis für sein Lebenswerk zugesprochen. Auf Einladung von Walter Fink war er 1997 der siebte Komponist im jährlichen Komponistenporträt des Rheingau Musik Festival. Er lebt und arbeitet in Berlin.

»Aribert Reimann: Biographie und Einspielungen«

Alle Porträts im März

Uraufführungen im März

»Alle Porträts«

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