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Meldung vom 15.06.2025

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Bamberg: Der Erzengel St. Michael ist zurück

Die Skulptur thront wieder über der Westfassade der ehem. Abteikirche St. Michael

Er ist zurück an seinem Platz: Der Erzengel Michael thront seit wieder über der Westfassade der ehemaligen Abteikirche St. Michael in Bamberg und blickt entschlossen gen Westen. Stiftungsreferent Bertram Felix spricht von „höchster steinbildhauerischer Qualität“. Nach drei Jahren ist die eindrucksvolle barocke Skulptur – genauer gesagt: ihre original-getreue Reproduktion – auf den Michaelsberg zurückgekehrt.

Nachbildung der Skulptur von Johann Nikolaus Resch von 1699

Die Original-Figur, um 1699 vom Bamberger Bildhauer Johann Nikolaus Resch geschaffen, war über Jahrzehnte Wind und Wetter ausgesetzt und in einem kritischen Zustand. Die aufwendigen Untersuchungen offenbarten massive Schäden: abgetragene Konturen durch Windschliff, tiefe Risse, Abplatzungen und instabile Alt-Reparaturen. Das ganze Ausmaß wurde erst deutlich, als die Arbeit an der Figur in der Werkstatt so richtig in die Tiefe ging. Deshalb fiel nach intensiver Beratung die Entscheidung, eine exakte Kopie anzufertigen – zum Schutz des Originals und zur Sicherheit für alle, die künftig unter dem 650 Kilogramm schweren Kunstwerk die Kirche betreten werden.

Originalgetreue Steinmetzarbeit

Die neue Figur entstand in der Steinmetz-Werkstatt Rieger in Bamberg. Unter Leitung des Bildhauers Kai Rötger wurde der Erzengel mit großem handwerklichem Können nachgebildet. Der verwendete Räthsandstein stammt aus einem Steinbruch nahe Coburg, die feinen Details wurden per Punktiergerät direkt vom Original übertragen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen – und ist hoch oben auf dem Giebel ein echter Hingucker. Der heilige Michael durchbohrt mit seiner Lanze nämlich entschlossen eine Satansgestalt zu seinen Füßen und verdeutlicht damit, welche Aufgabe ihm einst zugedacht war: Die anstürmenden Mächte des Bösen abzuwehren.

Countdown für Wiedereröffnung

Stiftungsreferent Felix blickt schon nach vorne: „Mit dem Anbringen der Erzengel-Figur an ihrem angestammten Platz beginnt quasi der Countdown für die Beendigung der Generalsanierung der ganzen Kirche. Demnächst werden auch noch die neuen Glocken geweiht und angebracht. Danach können die Gerüste zügig fallen, so dass die Vorfreude auf die Wiedereröffnung der beliebten Hochzeitskirche im April 2026 weiter steigt.“

Letzte noch fehlende Attribute

Eine Geschichte für sich sind die vergoldeten Flügel des Erzengels, die gemeinsam mit der Kreuzlanze in den nächsten Wochen angebracht werden. Das stark beschädigte Original der Michael-Skulptur muss sich übrigens nicht verstecken: Es wurde aufwendig restauriert und ist seit Februar 2025 im Infozentrum am Michaelsberg ausgestellt. Dort können Besucherinnen und Besucher ganz aus der Nähe bestaunen, mit wie viel Aufwand und Liebe zum Detail hier gearbeitet wurde.

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