Der neue Stuttgarter GMD Nicholas Carter präsentiert die Konzertsaison
Insgesamt wird er in rund 40 Vorstellungen in Stuttgart präsent sein
Mit Beginn der Spielzeit 2026/27 übernimmt Nicholas Carter das Amt des Generalmusikdirektors der Staatsoper und des Staatsorchesters Stuttgart. In drei der insgesamt sieben Sinfoniekonzerte des Staatsorchesters Stuttgart steht der australische Dirigent selbst am Pult. Auf dem Programm stehen bedeutende Werke des sinfonischen Repertoires, darunter Richard Strauss’ Ein Heldenleben, Unsuk Chins Frontispiece for Orchestra, Brett Deans Violakonzert mit dem Komponisten als Solisten, Anton Bruckners Sinfonie Nr. 9 sowie die 1. Sinfonie von William Walton. Ergänzt wird das künstlerische Angebot durch eine Reihe besonderer Formate: So bietet unter anderem ein Mitsing-Konzert im Opernhaus dem Publikum die Gelegenheit, mit dem neuen Generalmusikdirektor gemeinsam zu musizieren. Im Oktober gastieren Nicholas Carter und das Staatsorchester außerdem beim Beethovenfest Bonn und präsentieren den ersten Akt von Richard Wagners Walküre, Franz Schuberts Unvollendete und Ciel d’hiver von Kaija Saariaho.
Vorfreude auf die gemeinsame Arbeit
Neben seiner Konzerttätigkeit wird Nicholas Carter in der Saison 2026/27 die musikalische Leitung von fünf Opernproduktionen übernehmen, darunter zwei Neuproduktionen von Lady Macbeth von Mzensk und Der Rosenkavalier. Insgesamt wird er in rund 40 Vorstellungen in Stuttgart präsent sein. „Eine erste Spielzeit hat immer etwas ganz Besonderes – Neugier, gegenseitiges Kennenlernen, das Entwickeln einer gemeinsamen künstlerischen Sprache. Ich freue mich enorm auf Stuttgart – auf das Theater, das Orchester und das Publikum! In meiner ersten Spielzeit wollen wir ein breites Repertoire – u.a. mit Werken von Richard Strauss, William Walton, Brett Dean oder Unsuk Chin – präsentieren und dabei die bemerkenswerten Talente, Persönlichkeiten und inspirierenden Menschen dieses Weltklasse-Orchesters und Theaters hervorheben. Meine Familie und ich fühlen uns bereits jetzt in Stuttgart heimisch und freuen uns das Haus, das Publikum und die Stuttgarter kennenzulernen“, so Nicholas Carter.
Antrittskonzert mit Kian Soltani als Solist
Sein Antrittskonzert als Generalmusikdirektor bestreitet Nicholas Carter im 1. Sinfoniekonzert am 25. und 26. Oktober mit einer der schillerndsten Tondichtungen von Richard Strauss: Ein Heldenleben. Außerdem erklingen das faszinierende Stück Frontispiece der südkoreanischen Komponistin Unsuk Chin sowie Edward Elgars Cellokonzert e-Moll op. 85. Den Solopart in Elgars Konzert übernimmt Kian Soltani, einer der profiliertesten Cellisten seiner Generation.
Neben dem 1. Sinfoniekonzert dirigiert der neue Generalmusikdirektor auch die Konzerte 4 und 6. Im 4. Sinfoniekonzert am 6. und 7. Dezember ist der australische Komponist und Bratschist Brett Dean zu Gast, der sein Konzert für Viola und Orchester selbst vorstellt. Den Abschluss dieses Konzerts bildet Anton Bruckners unvollendete Sinfonie Nr. 9.
Mit dem 6. Sinfoniekonzert übernimmt Nicholas Carter erneut die musikalische Leitung des Staatsorchesters und dirigiert ein Programm mit Richard Strauss’ Tondichtung Don Quixote op. 35, deren Solostimmen von den Mitgliedern des Staatsorchesters Stuttgart Zoltan Paulich (Violoncello) und Madeleine Przybyl (Viola) interpretiert werden, gefolgt von William Waltons Sinfonie Nr. 1.
Gastdirigenten der Sinfoniekonzerte
Im 2. Sinfoniekonzert (22. & 23. November 2026) gastiert Jonathan Nott am Pult des Staatsorchesters Stuttgart. Ferruccio Busonis Berceuse élégiaque op. 42 eröffnet das Konzert, bevor György Ligetis eindrucksvolles Konzert für Violine und Orchester mit Carolin Widmann als Solistin erklingt. Jean Sibelius’ Sinfonie Nr. 1 e-Moll op. 39 beschließt das Programm.
Im 3. Sinfoniekonzert (6. & 7. Dezember 2026) stehen zwei Schlüsselwerke des Repertoires im Mittelpunkt: Antonín Dvořáks Cellokonzert h-Moll op. 104 mit Alban Gerhardt als Solist sowie Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 Eroica. Die musikalische Leitung übernimmt Markus Stenz.
Ein breit gefächertes Programm erwartet das Publikum im 5. Sinfoniekonzert: Lili Boulangers D’un matin de printemps, Maurice Ravels Liederzyklus Shéhérazade mit der Mezzosopranistin Ida Ränzlöv sowie Dora Pejačevićs Sinfonie in fis-Moll op. 41 unter der musikalischen Leitung von Tianyi Lu.
Den Schlusspunkt der Reihe setzt das 7. Sinfoniekonzert (13. & 14. Juni 2027) mit Gastdirigent Miguel Sepúlveda. Claude Debussys Prélude à l’après-midi d’un faune, Ernest Chaussons Poème de l’amour et de la mer mit der Sopranistin Natasha Te Rupe-Wilson aus dem Stuttgarter Ensemble sowie Sergej Rachmaninows Sinfonische Tänze op. 45 bilden den Rahmen dieses Abends.
Besondere Konzerte
Darüber hinaus stehen sieben Liedkonzerte auf dem Programm, die in Kooperation mit der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie im Foyer des Opernhauses sowie in der Staatsgalerie Stuttgart stattfinden. Zu den Mitwirkenden zählen unter anderem Itzeli del Rosario, Alberto Robert, Elliott Carlton Hines, Natasha Te Rupe Wilson, Charles Sy und Johannes Kammler aus dem Ensemble der Staatsoper sowie Mitglieder des Internationalen Opernstudios. Im 5. Liedkonzert ist zudem die Sopranistin Anna El-Kashem zu Gast.
Neben dem traditionellen Neujahrskonzert im Opernhaus rundet eine Reihe von außergewöhnlichen Konzertformaten die Saison ab: Dazu gehören die Konzert-Gala Eine Reise durchs Opernhaus zur Saisoneröffnung, die Lange Nacht in Kooperation mit Stuttgarter Kulturinstitutionen sowie das beliebte Homecoming Concert mit einem prominenten Pop-Act. Weitere Formate wie Die Comedian Harmonists, Sounds of Staatsorchester, Mnozil Brass – STRAU$$, Oper meets HipHop und The Littmann Sessions in Zusammenarbeit mit dem Pop-Büro Region Stuttgart unterstreichen die programmatische Vielfalt.
Auch die kostenlosen Lunchkonzerte im Foyer des Opernhauses werden fortgesetzt. Mit überraschenden Programmen bieten sie dem Publikum die Möglichkeit, Musikern des Staatsorchesters Stuttgart und die Sängern des Staatsopernchors in unmittelbarer Atmosphäre zu erleben.
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