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Meldung vom 01.11.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Frischer Blick auf große Meister

David Afkham und Pianist Lukáš Vondráček bei den Symphonikern Hamburg

Drei Komponisten, zwei Jahrhunderte und eine zentrale Frage: Wie lässt sich mit einem übermächtigen Vorbild umgehen? Am 8. November führt David Afkham bei seiner lang erwarteten Rückkehr zu den Symphonikern Hamburg in der Laeiszhalle durch ein Programm, das Unsuk Chins subito con forza mit Beethovens Drittem Klavierkonzert und Brahms’ Erster Symphonie verbindet. Im Zentrum steht dabei natürlich: Beethoven – als musikalischer Bezugspunkt, Herausforderung und Ausgangspunkt für neue Wege.

Kontraste und überraschende Wendungen

Den Auftakt macht Unsuk Chins subito con forza, das 2020 im Auftrag des Bonner Beethoven-Hauses zum 250. Geburtstag Beethovens entstand. Der Titel – »plötzlich mit Kraft« – verweist auf eine Musik der jähen Impulse, scharfen Kontraste und überraschenden Wendungen. Chin greift eine für Beethoven charakteristische musikalische Geste auf und übersetzt sie in eine zeitgenössische Klangsprache von großer Präzision und eruptiver Kraft.

Symphoniker-Debüt von Lukáš Vondráček

Im Klavierkonzert Nr. 3 stellt sich der Pianist Lukáš Vondráček einer der anspruchsvollsten Partien des klassischen Klavierrepertoires. Beethovens c-Moll-Konzert verbindet dramatische Spannung und dunkle Farben mit höchsten Anforderungen an Virtuosität und Gestaltungskraft. Der Symphoniker-Debütant Vondráček, international für sein expressives und souveränes Spiel gefeiert, begegnet dem Werk als intensivem Dialog zwischen Solist und Orchester.

Intensiver Schaffensprozess

Nach der Pause folgt Johannes Brahms’ Erste – ein Werk, das wie kaum ein anderes von der Auseinandersetzung mit Beethoven geprägt ist. Brahms rang lange um eine eigene symphonische Sprache und wusste um die Größe seines Vorgängers. Seine Symphonie Nr. 1 ist deshalb nicht bloß Fortsetzung der Beethoven-Tradition, sondern ein selbstbewusster Versuch, sich aus deren Schatten zu lösen. Die Bezüge zu Beethoven sind spürbar, doch Brahms findet darin zunehmend seine eigene Stimme: konzentriert, kraftvoll und von tiefer innerer Spannung.

David Afkham dirigiert in dieser Saison noch ein weiteres Konzert beim Laeiszhalle Orchester: eine Morgen Musik am 6. Juni mit Krassimira Stoyanova.

Programm

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