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Meldung vom 24.10.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Staatsoper Stuttgart: Premiere von "Lady Macbeth von Mzensk"

Regisseurin Ulrike Schwab lässt die Oper aus Sicht der weiblichen Hauptfigur lebendig werden

Ein Ausnahmewerk des 20. Jahrhunderts über den Versuch einer weiblichen Selbstbefreiung: Die Staatsoper Stuttgart bringt Dmitri Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk am 8. November um 18 Uhr in einer Inszenierung von Ulrike Schwab zur Premiere. Rosie Aldridge – in Stuttgart bereits als Küsterin, Kundry und Knusperhexe gefeiert – übernimmt die Partie der Katerina Ismailowa. Sergej wird von Ladislav Elgr gesungen. Weitere Partien übernehmen unter anderem Goran Jurić als Boris Timofejewitsch Ismailow und Moritz Kallenberg als Sinowij Borrissowitsch Ismailow. Es musizieren das Staatsorchester Stuttgart und der Staatsopernchor Stuttgart unter der Leitung von Generalmusikdirektor Nicholas Carter.

Eines der radikalsten Werke des 20. Jahrhunderts

Dmitri Schostakowitschs Oper, 1934 in Leningrad uraufgeführt, gehört zu den radikalsten Werken des 20. Jahrhunderts über den weiblichen Befreiungsversuch innerhalb eines Systems, das nur die Gewalt als Mittel der Selbstbehauptung kennt. Der Komponist hat diese Geschichte in eine überwältigende Musik gepackt, die jeglichen Rahmen sprengt: zwischen greller Groteske und großem Gefühl tun sich in ihr die Sehnsüchte und Abgründe der menschlichen Existenz auf. Katerina ist Opfer und Täterin zugleich, Gefangene und Handelnde. Ihre Geschichte verweist damit weit über ihre historische Situation hinaus: Sie stellt die Frage, was geschieht, wenn individuelle Freiheit in einer von Macht und Gewalt bestimmten Gesellschaft keinen legitimen Platz findet.

Ulrike Schwabs Inszenierung zielt weniger darauf ab, die Tat der Lady Macbeth zu bewerten, als vielmehr die Perspektive der Titelfigur in ihrer ganzen Ambivalenz sichtbar zu machen. Sie entwirft das Werk als aufwühlenden Erinnerungstrip, in dem Realität, Fantasie und Traum ineinanderfließen.

Zentraler Auftakt der Arbeit von GMD Nicholas Carter

Für Nicholas Carter ist die Produktion zugleich ein zentraler Auftakt seiner Arbeit als neuer Generalmusikdirektor der Staatsoper Stuttgart. Gemeinsam mit dem Staatsorchester Stuttgart und dem Staatsopernchor Stuttgart bringt er Schostakowitschs stilistisch vielfältige und virtuose Partitur zum Klingen.

Dmitri Schostakowitsch, Lady Macbeth von Mzensk

Karten und weitere Informationen unter www.staatsoper-stuttgart.de

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