Kammermusik zwischen Brasilien und deutscher Romantik
Werke von Bocchino, Schumann, Villa-Lobos und Brahms im Orchesterzentrum|NRW
Am Mittwoch, 30. September 2026, um 18:30 Uhr sind Erika Le Roux (Klavier), Fabio Presgrave (Violoncello) und Cameron Williams (Klarinette) im Kammermusiksaal des Orchesterzentrum|NRW zu erleben. Dieses Trio macht auf besondere Weise sichtbar, wofür das Orchesterzentrum|NRW steht: für die Verbindung von internationaler künstlerischer Erfahrung, Lehre und der Förderung des musikalischen Nachwuchses. Mit Fabio Presgrave, Absolvent der Juilliard School in New York und heute Professor für Violoncello, Erika Le Roux, die bereits als junges Ausnahmetalent in Südafrika auf sich aufmerksam machte und heute als Senior Artist mit den Studierenden des Orchesterzentrum|NRW arbeitet, sowie Cameron Williams, der derzeit selbst am Orchesterzentrum|NRW studiert, treffen drei unterschiedliche künstlerische Biografien und Generationen aufeinander. So wird an diesem Abend nicht nur Kammermusik gemeinsam gestaltet, sondern zugleich eine zentrale Idee des Orchesterzentrum|NRW erlebbar: voneinander zu lernen, Erfahrungen weiterzugeben und gemeinsam musikalisch zu wachsen.
Brasilianische Klangwelten im Dialog mit deutscher Romantik
Das abwechslungsreiche Programm spannt einen musikalischen Bogen von Brasilien bis zur deutschen Romantik und verbindet Werke von Alceu Bocchino und Heitor Villa-Lobos mit Kompositionen von Robert Schumann und Johannes Brahms. Den Auftakt bilden Seresta und Dança Brasileira aus der Suíte Brasileira für Violoncello und Klavier von Alceu Bocchino (1918–2013). In diesen beiden Sätzen begegnen sich lyrische Melodik und tänzerischer Impuls – musikalische Farben, die unmittelbar in die brasilianische Klangwelt führen.
Mit den Fantasiestücken op. 73 von Robert Schumann (1810–1856) folgt eines der ausdrucksstarken Werke der romantischen Kammermusikliteratur. Die drei Stücke – Zart und mit Ausdruck, Lebhaft, leicht sowie Rasch und mit Feuer– entwickeln sich von inniger, gesanglicher Stimmung zu immer größerer Bewegtheit und leidenschaftlicher Energie.
Brasilianische Klangwelten stehen anschließend erneut im Mittelpunkt: Aus den Bachianas Brasileiras Nr. 2 von Heitor Villa-Lobos (1887–1959) erklingen die Ária – O Canto da Nossa Terra („Das Lied unserer Erde“) und die berühmte Tocata – O Trenzinho do Caipira („Der kleine Zug vom Land“). Villa-Lobos verbindet darin brasilianische musikalische Traditionen mit seiner Verehrung für Johann Sebastian Bach. Besonders die Tocata mit ihrer eindrucksvollen musikalischen Darstellung einer Zugfahrt gehört zu seinen bekanntesten Schöpfungen.
Abgeklärter Spätstil von Brahms
Nach der Pause finden Erika Le Roux, Fabio Presgrave und Cameron Williams zum Trio zusammen. Auf dem Programm steht Johannes Brahms’ Trio a-Moll op. 114 für Klarinette, Violoncello und Klavier. Das 1891 entstandene Werk gehört zu Brahms’ später Kammermusik und zeichnet sich durch die geniale Verbindung der warmen Klangfarben von Klarinette und Violoncello mit dem Klavier aus und einen erhabenen abgeklärten Spätstil von Brahms. So begegnen sich an diesem Konzertabend unterschiedliche musikalische Welte, über brasilianische Rhythmen und romantischer Ausdruckskraft.
Orchesterzentrum|NRW, Kammermusiksaal
- Datum & Uhrzeit: Mittwoch, 30. September 2026 | 18:30 Uhr
- Eintritt: Frei
- Mitwirkende:
- Erika Le Roux | Klavier
- Fabio Presgrave | Violoncello
- Cameron Williams | Klarinette
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