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Meldung vom 26.09.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Bridges Kammerorchester wird mit dem Binding-Kulturpreis 2026 geehrt

Das Engagement von Bridges hat binnen zehn Jahren eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte ermöglicht

Im Rahmen einer Feierstunde wird der mit 50.000 Euro dotierte Binding-Kulturpreis 2026 an das Bridges Kammerorchester und seine Dachorganisation Bridges – Musik verbindet gGmbH verliehen. Den Preis überreicht am 27. Oktober Marie-Catherine Gräfin Douglas. Sie übernimmt das zuvor von ihrer Mutter Bergit Gräfin Douglas bekleidete Amt als Vorsitzende des Vorstands der Binding-Kulturstiftung. Die Übergabe findet im Beisein von Oberbürgermeister Mike Josef im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt. Die Laudatio auf die Preisträger hält der renommierte Musikwissenschaftler und Sekretär des Kuratoriums der Ernst von Siemens Musikstiftung Björn Gottstein.

Musikalische Offenheit und Vielfalt

Mit dem Bridges Kammerorchester wird ein Ensemble geehrt, das in seiner musikalischen Vielfalt, seiner Offenheit und seiner Struktur weit über Frankfurt hinauswirkt. Kurz nach der Fluchtbewegung des Jahres 2015 gründete sich unter der Leitung der Musikerin Johanna-Leonore Dahlhoff und der Kulturmanagerin Anke Karen Meyer ein Orchester, das auf ungewöhnliche Weise musikalische und kulturelle Brücken baut. Neben der Entwicklung eines eigenen Musikstils liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Musikvermittlung.

Die knapp 30 professionellen Musikerinnen und Musiker mit und ohne Fluchtgeschichte spielen klassische Musik nicht nur des europäischen, sondern auch des arabischen und persischen Kulturraumes, dazu alle Genres von traditioneller Musik bis zu Jazz. Als „komponierendes Orchester" setzt Bridges stets auf das doppelte Talent seiner Instrumentalistinnen und Instrumentalisten: Da auf traditionellen Instrumenten der Herkunftsländer wie auf europäisch-klassischem Instrumentarium musiziert wird, entwickelt sich das transkulturelle Profil des Ensembles beständig weiter. Als Ensemble der freien Szene wird die gemeinnützige GmbH weitgehend von den Künstlerinnen und Künstlern selbst geprägt.

Engagement auch in der Musikvermittlung

Das Engagement von Bridges hat binnen zehn Jahren eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte ermöglicht. Das Bridges Kammerorchester ist nicht nur in Frankfurter Häusern wie der Alten Oper und dem Casals Forum Kronberg zuhause, sondern spielt deutschlandweit an herausragenden Spielorten und Festivals, darunter in der Elbphilharmonie in Hamburg. Das 2021 erschienene Debütalbum „Identigration“ erhielt den Preis der Deutschen Schallplattenkritik; 2024 folgte „Complementarity“. Die Titel der Alben sind Programm des gemeinschaftlichen, kulturverbindenden Handelns von Bridges. Insgesamt acht weitere, kleinere Ensembles unterschiedlicher stilistischer Ausrichtung sind unter dem Dach von Bridges entstanden, eingebunden in zahlreiche Kooperationen. Viele davon sind direkt mit Vermittlungsprojekten für jedes Alter verknüpft: 2026 ist im Rahmen des Pegasus-Programms der Alten Oper das Kindermusiktheaterstück „Hüpfen!" entstanden; eine Langzeitkooperation mit der Henri-Dunant-Grundschule in Sossenheim hat unter anderem zur Stadtteiloper Du bist okay! geführt und wird fortgesetzt. Bridges versteht sich gleichzeitig als musikalisches, transkulturelles und soziales Projekt, welches bestens zu Frankfurt als Stadt der Vielfalt passt.

Musik als verbindende Kraft

„Ich freue mich sehr, dass der Binding-Kulturpreis 2026 an das Bridges Kammerorchester und Bridges – Musik verbindet gGmbH geht", so Marie-Catherine Douglas, Vorsitzende des Vorstands der Binding- Kulturstiftung. „Mit Bridges hat sich das Kuratorium für ein Ensemble entschieden, das Musik als verbindende Kraft über kulturelle Grenzen hinweg versteht."

„Frankfurt lebt von seiner kulturellen Vielfalt und vom Miteinander unterschiedlichster Menschen und Perspektiven. Unserer Stadt lebt gerade in dieser Zeit von Menschen, die Brücken bauen. Die Initiative „Bridges – Musik verbindet“ baut solche Brücken seit nunmehr 10 Jahren. Die Musik, die hier entsteht trifft alle Menschen ins Herz. Sie verbindet über die pure Emotion, über Kultur- und Sprachbarrieren hinweg.“, so Oberbürgermeister Mike Josef. „Dass dieses außergewöhnliche Ensemble mit dem Binding-Kulturpreis ausgezeichnet wird, ist ein starkes Zeichen für die Bedeutung von Kunst und Kultur als verbindende Kraft in unserer Stadt.“

Mit Bridges – Musik verbindet gGmbH und dem Bridges Kammerorchester erhält erneut eine herausragende Institution aus dem Rhein-Main-Gebiet den Binding-Kulturpreis. Mit diesem Preis werden jährlich Persönlichkeiten oder Institutionen ausgezeichnet, die in besonderer Weise zur kulturellen Entwicklung in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet, dem Heimatmarkt von Binding, beigetragen haben.

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