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Meldung vom 17.09.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

„Brundibár“ im Kulturpalast Dresden

Dresdner Philharmonie bringt Hans Krásas Kinderoper auf die Bühne

Am 3. Oktober 2026 wird der Konzertsaal des Kulturpalasts zur Musiktheaterbühne. Die Dresdner Philharmonie und ihr Kinderchor führen Hans Krásas Kinderoper Brundibár in einer halbszenischen Inszenierung der Regisseurin und Choreografin Tabatha McFadyen auf. Im Zentrum steht die Frage, wie sich mit Kindern dieses Werk voll Leichtigkeit und Fantasie ebenso erzählen lässt wie vor dem Hintergrund seiner Aufführungsgeschichte in Theresienstadt. Hans Krásas Oper erzählt mit Witz und Fantasie eine Geschichte über Macht, Verführung und den Mut zum Widerstand.

Das Werk für Kinder von heute erfahrbar machen

Für Regisseurin Tabatha McFadyen liegt eine zentrale Herausforderung darin, die Geschichte des Werks nicht einfach auf der Bühne zu illustrieren, sondern sie für die heute mitwirkenden Kinder erfahrbar zu machen: „Ich möchte, dass die Kinder von heute eine Verbindung zu den damaligen Geschehnissen in Theresienstadt aufbauen. Gleichzeitig ist mir wichtig, mit dem charmanten und bunten Material der Oper respekt- und liebevoll umzugehen und nicht nur die dunkle Seite der Geschichte zu zeigen, sondern auch ihre Lebendigkeit. Ich will die Geschichte nicht bebildern, sondern sie soll von den Kindern entdeckt werden. Mit ihnen möchte ich die großen Themen dieser Oper – Armut, Macht, Verführung und Mut zum Widerstand – ernsthaft verhandeln und dabei ihre Empathie und ihren ganz eigenen Blick auf die Welt ernst nehmen.“

Tragische Entstehungsgeschichte

Brundibár entstand 1938/39 in Prag. Nachdem Hans Krása 1942 nach Theresienstadt deportiert worden war, instrumentierte er die Oper dort neu. Im Ghetto wurde sie mehr als 50 Mal von inhaftierten Kindern aufgeführt. Viele der beteiligten Kinder wurden später in den Vernichtungslagern ermordet. Die Geschichte dieser Aufführungen ist seither untrennbar mit dem Werk verbunden.

Renommierte Regisseurin

Für die Dresdner Produktion arbeitet McFadyen mit dem Philharmonischen Kinderchor Dresden, jungen Sängerinnen und Sängern sowie Mitgliedern der Dresdner Philharmonie.

Die australische Regisseurin und Choreografin war bis 2025 als Spielleiterin an der Staatsoper Unter den Linden engagiert und arbeitete unter anderem mit Lydia Steier, Claus Guth, Robert Carsen, Calixto Bieito und Barrie Kosky.

Die musikalische Leitung des Kinderchores liegt bei Chordirektor Gunter Berger, am Pult der Dresdner Philharmonie steht Georg Köhler, Runnicles Fellow der Saison 2026/27. Die Titelrolle singt der Bariton Bernhard Hansky.

Brundibár vorangestellt ist Dětem („Den Kindern“) für Kinderchor von Sir James MacMillan, Composer in Residence der Dresdner Philharmonie in der Saison 2026/27.

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