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Meldung vom 28.08.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Dresdner Kreuzchor in der Saison 2026/27

Musik vom Frühbarock bis zur Gegenwart

Zum Auftakt der Saison 2026/2027 hat der Dresdner Kreuzchor am 26. August 2026 seine Vorhaben der kommenden Monate vorgestellt. Mendelssohns Sinfoniekantate Lobgesang und Mozarts c-Moll-Messe bilden zwei chorsinfonische Schwerpunkte. Zeitgenössische Musik, darunter sechs von Reiko Füting komponierte Introitus und eine Uraufführung von Marcus Nigsch, ergänzen das Repertoire. „Der Dresdner Kreuzchor präsentiert seinem Publikum in der kommenden Saison eine große Bandbreite an Musik, mit Werken vom Frühbarock bis in die Gegenwart“, betont Kreuzkantor Martin Lehmann. „In meiner nun fünften Spielzeit als Kreuzkantor ist zwischen den Kruzianern und mir ein musikalisches Verständnis und Vertrauen gewachsen, das uns weitere anspruchsvolle Projekte mit Freude widmen lässt.“ Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch ergänzt: „Der Dresdner Kreuzchor ist mit seinem Programm der Saison 2026/2027 in der Region wie in Europa zu Hause. Mit besonderem künstlerischen Repertoire, mit Konzerten zu erinnerungskulturellen Gedenktagen und mit neuen Formaten für Familien mit Kindern sind die Kruzianer einer der bedeutendsten Musikvermittler für Vokal- und Chormusik in Dresden.“

Große Chorsinfonik mit Mendelssohn und Mozart

Traditionell arbeitet der Dresdner Kreuzchor regelmäßig mit den beiden großen Orchestern der Stadt. Zum Auftakt der Saison kombiniert Kreuzkantor Martin Lehmann am 04.09. Felix Mendelssohn Bartholdys Sinfoniekantate Lobgesang mit zwei geistlichen Hymnen für Sopransolo, Chor und Orchester. Für die Aufführung im Kulturpalast stehen dem Kreuzchor neben der Dresdner Philharmonie unter anderem die Sopranistin Julia Kleiter zur Seite. Wiederholt wird das Konzert am Folgetag zum Abschluss des Rheingau Musik Festivals im Kloster Eberbach.

Einem weiteren musikalischen Großprojekt widmet sich der Kreuzchor im Gedenkkonzert am 06.02.: Wolfgang Amadeus Mozarts unvollendet gebliebene Große Messe in c-Moll lässt schon durch ihren Beinamen Dimensionen erahnen, die jeglichen liturgischen Rahmen überschritten. Die Aufführungsfassung von Richard Maunder erweitert Martin Lehmann um das Agnus Dei aus der Version von Franz Beyer und lässt das Konzert mit Charles Ives’ The Unanswered Question, interpretiert von der Sächsischen Staatskapelle Dresden, eindrucksvoll ausklingen.

Weitere Konzerte in Dresden

Der weitere Konzertkanon des Kreuzchores in der Kreuzkirche Dresden bietet ebenfalls musikalische Höhepunkte: Johannes Brahms’ Ein deutsches Requiem verspricht ein Wiedersehen mit der französischen Sopranistin Elsa Benoit, die zuletzt 2024 im Kulturpalast mit dem Kreuzchor auf der Bühne stand. Die Aufführungen von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium sind Schlusspunkt der internationalen Veranstaltungsreihe „100 Jahre Karl Richter – Bach für die Welt“, die den Dirigenten und ehemaligen Kruzianer ehrt. Die beliebten Weihnachtsliederabende setzen mit Benjamin Brittens A Ceremony of Carols anlässlich dessen 50. Todestags einen besonderen Akzent. Begleitet werden die Konzerte erstmals von Sarah Christ an der Harfe. In der Karwoche erklingt erneut Bachs Johannespassion, die im jährlichen Wechsel mit der Matthäuspassion aufgeführt wird.

Ein zeitgenössisches Oratorium

Mit Bevor wir schweigen. Sieben letzte Briefe 1941-45 erklingt am 27.01. ein zeitgenössisches Oratorium von Florian Frannek anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus in der Frauenkirche Dresden. Musikalische Partner für die Gedenkveranstaltung des Sächsischen Landtags und der Sächsischen Staatskanzlei sind die Sächsische Staatskapelle Dresden und der Bariton Thomas Laske.

Kreuzchorvespern mit Ehrungen und Jubilaren

In seiner fünften Saison als Kreuzkantor hat Martin Lehmann erneut Kompositionsaufträge für die Introitus der Kreuzchorvespern an einen zeitgenössischen Komponisten vergeben. Nach Wilfried Krätzschmar, Agnes Ponizil, Jan Arvid Prée und zuletzt Diana Čemerytė zieht er den Dresdner Einflusskreis noch ein Stück weiter: Reiko Füting wurde im Süden von Berlin geboren, in Dresden ausgebildet und wirkt seit mehr als 25 Jahren als Professor für Komposition und Musiktheorie an der Manhattan School of Music. In der Saison 2026/2027 wird er insgesamt sechs neue Introitus für die Kreuzchorvespern entwerfen.

Die weiteren Kreuzchorvespern setzen eigene thematische Schwerpunkte. Am 12.09. erinnert der Kreuzchor gemeinsam mit Elisabeth Wilke als Laudatorin an den ehemaligen Kruzianer Theo Adam, der im August seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. Zum Todestag von Heinrich Schütz erklingt am 07.11. ein Programm mit Werken des Komponisten, die bis heute bedeutend für das Repertoire des Kreuzchores sind. Das Beethoven-Jahr 2027 bildet einen Referenzpunkt für die Vesper am 13.03. Die traditionelle Pfingstvesper bietet erneut Raum für Studierende der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber, Erfahrungen im professionellen Musikgeschäft zu sammeln.

Gastkonzerte und Tourneen

Als Institution der Landeshauptstadt ist der Kreuzchor auch in der kommenden Saison als musikalischer Botschafter außerhalb Dresdens zu erleben. Unter dem Titel „Musikalische Identität“ befragen der Kreuzchor und die Giuseppe-Sinopoli-Akademie der Staatskapelle Dresden ihr musikalisches Erbe. In Konzerten in Cunewalde, Annaberg-Buchholz und bei Elblandia in Riesa treten vertraute Werke des Kreuzchor-Repertoires in einen Dialog mit unbekannteren Kompositionen, die wichtige Stationen der musikalischen Geschichte des Chores hörbar machen. Teil des Programms ist die Uraufführung Wenn – Lied für gemischten Chor nach einem Gedicht von Novalis des österreichischen Komponisten Marcus Nigsch, ein Auftragswerk des Dresdner Kreuzchores.

Ein Gastkonzert führt den Kreuzchor am 29.10. in die Elbphilharmonie Hamburg, begleitet unter anderem von Kreuzorganist Holger Gehring. Die Adventstournee mit Sarah Christ (Harfe) bringt ein weihnachtliches Chorprogramm mit Brittens A Ceremony of Carols unter anderem nach Arnstadt, Bad Elster, Magdeburg, Neubrandenburg und Dessau. Im Rahmen der Sommerreise zum Saisonende machen die Kruzianer erneut Halt bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern sowie beim Festival Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd.

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