Afrika-Tag im Gasteig HP8 am 26. Juli 2026
Kisoboka – Alles ist möglich
„Kisoboka“ heißt auf Deutsch „Alles ist möglich“ – und an diesem Tag ist der Titel Programm. Schon am Nachmittag des 26. Juli wird der Gasteig HP8 zum offenen Erlebnisraum für alle. Besuchende können kostenlos an afrikanischen Trommel- und Tanzworkshops teilnehmen oder in Film- und Fotopräsentationen Einblicke in die Welt Ugandas gewinnen. Am Abend gibt es in der Halle E eine große Party mit der Live-Band „Abataaka“ und einem DJ. Es ist die letzte Gelegenheit, noch einmal unter der riesigen Discokugel „Play“ zu tanzen, die anlässlich des Gasteig-Jubiläums die Halle E schmückt.
Gemeinsames Musizieren
Zentrum des Afrika-Tags ist um 18 Uhr ein ganz besonderes Konzert in der Isarphilharmonie. Das Jugendorchester „Attacca“ der Bayerischen Staatsoper musiziert mit jungen Musizierenden von „Brass for Africa“ aus Uganda. Und wenn das sinfonische Klangideal eines europäischen Jugendorchesters auf die rhythmische Kraft, Wärme und Direktheit eines Bläserensembles aus Afrika trifft, ist das mehr als ein musikalisches Experiment. Es entsteht ein Dialog: zwischen Solisten und Orchester, zwischen Kontinenten, Klangsprachen und Lebenswirklichkeiten. Auf der Bühne begegnen sich junge Menschen, deren Wege unterschiedlicher kaum sein könnten – und die im gemeinsamen Musizieren eine Sprache finden, die alle verstehen. Tickets zu moderaten Preisen gibt es über München Ticket.
Neue Perspektiven durch Musik
Hintergrund des Afrika-Tags im Gasteig HP8 ist das Projekt „Lab Uganda“, initiiert vom Münchner Verein Music Connects. 2021 startete am Gasteig ein zum Kulturtruck umgebauter Lkw Richtung BidiBidi, einer der größten Flüchtlingssiedlungen der Welt im Nordwesten Ugandas. Ausgestattet mit Bühne, Tonstudio und gespendeten Instrumenten soll der Truck geflüchteten Menschen neue Perspektiven eröffnen – durch Musik, Begegnung und kreative Teilhabe.
Projekt „Lab Uganda“
Inzwischen habe das mobile Musiklabor 250.000 Menschen erreicht, erzählt Verena-Maria Fitz von Music Connects. „Nach BidiBidi flüchten traumatisierte Menschen aus Krisenregionen“, so Fitz, selbst Geigerin des Bayerischen Staatsorchesters. „Die Musik holt sie da ab, wo sie sind, Kinder wie Erwachsene. Vom ersten Ton an wird miteinander musiziert. Das stärkt das Gemeinschaftsgefühl und so entsteht eine ganz große Bewegung.“
Am 26. Juli wird ein Teil dieser Bewegung in München erlebbar. „Wir begleiten das Lab Uganda seit fünf Jahren“, sagt Gasteig-Geschäftsführerin Stephanie Jenke. „Gasteig-Mitarbeitende waren in BidiBidi, um ihr Fachwissen zu teilen, und Musizierende vom Lab Uganda haben Praktika bei uns gemacht. Unser Kisoboka-Tag ist ein weiterer Höhepunkt dieser besonderen Verbindung.“
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