Konzerthaus-Dach ist neues Zuhause für Bienenvölker
Die „Konzerthaus-Bienen“ sind Teil einer Initiative für mehr ökologische Nachhaltigkeit
Neben der Musik, die regelmäßig im Saal des Konzerthaus Dortmund erklingt, sind auf dem Dach des markanten Gebäudes in der Innenstadt nun auch andere Töne zu hören: Seit Mitte April summt es in luftiger Höhe mit Blick auf die Reinoldikirche geschäftig. Dafür verantwortlich sind drei Bienenvölker, die nun auf dem Konzerthaus-Dach ihre Wirkstätte haben und noch in diesem Jahr den ersten Honig produzieren sollen. Die „Konzerthaus-Bienen“ sind Teil einer Initiative für mehr ökologische Nachhaltigkeit im Unternehmen, die das Konzerthaus bereits 2021 ins Leben gerufen hat.
Nachhaltigkeitsprojekte
Neben der Montage einer Photovoltaik-Anlage sind die drei Bienenvölker bereits das zweite Nachhaltigkeitsprojekt, das vom Konzerthaus-Dach wirken soll. „Wir möchten mit den Bienenstöcken einen Beitrag zur Biodiversität leisten“, erklärt Dr. Harriet Oelers, Transformationsmanagerin Nachhaltige Kultur am Konzerthaus Dortmund und Mitglied der internen „Taskforce ökologische Nachhaltigkeit“. „Die Ansiedlung von Bienen hier bei uns war eine der ersten Ideen für unsere Dachflächen.“
Mit Hilfe von Hela Mikkin, 1. Vorsitzende des Kreisimkervereins Ruhrgebiet und langjähriges Mitglied im Freundeskreis des Konzerthauses, ist diese Idee nun Wirklichkeit geworden. Sie stellte den Kontakt zu dem Dortmunder Imker Henricus Stute her, der das Projekt hoch über Dortmund nun professionell begleitet und betreut – von der Aufstellung der Bienenstöcke über kontinuierliche Besuche u. a. zur Pflege und Schwarmkontrolle bis hin zur Honigernte, Verarbeitung und Abfüllung.
Keine Gefahr für Konzertbesucher
Schon jetzt brechen zahlreiche Flugbienen vom Dach des Konzerthauses zur Nahrungssuche auf. „Im Winter hat ein Bienenvolk zwischen 5.000 bis 10.000 Bienen, in den warmen Monaten sind es bis zu 50.000“, erklärt Hela Mikkin. Sorgen wegen der vielen Honigproduzenten müssen sich Konzerthaus-Gäste allerdings nicht machen: Die Bienenstöcke stehen für Besucherinnen und Besucher unzugänglich auf dem Dach. „Und wenn der Mensch sich nicht bedrohlich verhält, also nicht an die Bienenstöcke oder die Fluglöcher geht, sind Bienen in der Regel ungefährlich“, betont Henricus Stute. „Sie ernähren sich – anders als Wespen – ausschließlich von Pollen und Nektar.“ Aus dem Nektar machen die Bienen dann Honig – kiloweise. „30 bis 40 Kilo pro Bienenstock können es schon werden", gibt Henricus Stute eine erste Schätzung ab. Er hofft, dass bereits Ende Mai der erste Honig geschleudert werden kann.
Konzerthaus-Honig als Geschenk
In Gläser abgefüllt und etikettiert, soll der Konzerthaus-Honig dann zunächst als Geschenk an Künstlerinnen und Künstler vergeben oder auch anlässlich des 25-jährigen Konzerthaus-Jubiläums im kommenden Jahr verschenkt werden. Zudem prüft das Konzerthaus einen Verkauf über das Restaurant Stravinski. „Das alles ist aber noch abzuwarten“, betont Harriet Oelers. „Erst einmal möchten wir sehen, ob sich die Bienen hier wohlfühlen und wie sich das Projekt weiterentwickelt.“
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