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Meldung vom 24.04.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

DSO Berlin startet mit neuem Chefdirigenten in die Saison 2026/27

Das Antrittskonzert mit Kazuki Yamada findet am 4. Oktober 2026 statt

Mit der Saison 2026/2027 – pünktlich zum 80-jährigen Bestehen – beginnt für das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) eine neue Ära: Kazuki Yamada tritt sein Amt als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter an. Der 47-jährige Japaner ist damit der neunte in einer illustren Reihe, die 1946 mit Ferenc Fricsay begann. Das Antrittskonzert am 4. Oktober 2026 spannt ein weites Panorama über Mensch, Spiritualität und Natur – mit Ives’ The Unanswered Question, Griegs Klavierkonzert (Alice Sara Ott), Anna Clynes Woman of the Mountain und Debussys La mer.

Spiritualität und musikalische Tiefe

Im Konzert am 20. Dezember 2026 stehen Spiritualität und musikalische Tiefe im Fokus: von Saariahos La passion de Simone über Bachs berühmter Chaconne (in einer Orchesterfassung) bis zu Bruckners unvollendeter Neunter Symphonie. Das Konzert am 26. März 2027 beleuchtet böhmisch-amerikanische Verbindungen: Florence Prices Erste Symphonie und Dvořáks Cellokonzert (Pablo Ferrández). Am 25. April 2027 folgt ein Programm von emotionaler Wucht: Rufus Wainwrights Dream Requiem mit drei Chören, Sopranistin Regula Mühlemann und Iris Berben als Erzählerin. Die Konzerte am 7. und 8. Mai 2027 bilden einen romantischen Höhepunkt mit Bacewiczs Ouvertüre, Dutilleux’ Cellokonzert Tout un monde lointain … (Jean-Guihen Queyras) und Berlioz’ Symphonie fantastique. Musikalische Seelenerkundung mit Schönbergs Verklärter Nacht und Strauss’ Tod und Verklärung bilden den Abschluss am 23. Mai 2027, gemeinsam mit Fazıl Says kathartisch-mitreißendem Cellokonzert Never Give Up (Abel Selaocoe).

Saisonmotto ›Ach, Mensch‹

Unter das bewusst vieldeutige Motto ›Ach, Mensch‹ stellt das DSO seine Konzertsaison 2026/2027. Der Ausruf dient als Ausgangspunkt für eine Spielzeit, die sich dem Menschsein in all seinen Facetten widmet. Die Konzertprogramme greifen große gesellschaftliche Themen wie Teilhabe, Nachhaltigkeit, Vertreibung, Religion und Liebe auf. Sie laden dazu ein, zuzuhören, mitzuempfinden, über sich selbst und über die Verantwortung von Kunst und Gesellschaft nachzudenken. Das DSO will keine fertigen Antworten parat halten. Vielmehr möchte es Anregungen geben, Fragen stellen, und das zu jedem Konzert. Mit diesen Fragen – häufig stammen sie aus dem berühmten ›Fragebogen‹ des Schriftstellers Max Frisch – werden die Konzerte zu Orten der Reflektion.

Vor diesem Hintergrund werden in sechs Programmen Carolin Emcke, Michel Friedman, Maja Göpel, Nikolaus Habjan, Navid Kermani und Düzen Tekkal ihre Gedanken und Perspektiven auf das Menschsein und seine vielen Dimensionen mit dem DSO-Publikum teilen. Und in den Pausen der DSO-Konzerte bietet ›ASK! Das Zimmer für jede Antwort‹ den Besuchern im Foyer der Philharmonie die Gelegenheit, über das Gehörte und die Fragen mit sich, mit anderen und dem DSO ins Gespräch zu kommen.

Konzerte mit Gastdirigenten

Auch 2026/2027 bleibt das DSO seinen ehemaligen Chefdirigenten weiterhin eng verbunden. Ehrendirigent Kent Nagano bringt Schuberts ›Große C-Dur‹-Symphonie auf die Bühne und leitet die Uraufführung von Yvonne Loriods Pièce sur la souffrance – eine echte Entdeckung. Ingo Metzmacher widmet sich Psalmenkompositionen des 20. Jahrhunderts von Bernstein, Strawinsky und Lili Boulanger.

Langjährige Wegbegleiter und neue Freunde gestalten die weiteren Symphoniekonzerte der Saison: Simone Young kehrt mit Werken von Beethoven, Britten, Lim und Mahler zum Saisonauftakt beim Musikfest Berlin zum DSO zurück. Beim Abschlusskonzert ist das DSO ein weiteres Mal zu hören, nun gemeinsam mit dem RIAS Kammerchor Berlin, seinem Chefdirigenten Justin Doyle und intimen Requiem-Kompositionen von Duruflé und Schnittke. Eva Ollikainen hat Thomas Larchers Zweite Symphonie auf dem Pult, die er den abertausenden Ertrunkenen im Mittelmeer gewidmet hat. Manfred Honeck dirigiert zwei Abende mit Mahlers Erster Symphonie, Susanna Mälkki widmet sich dessen Auferstehungssymphonie. Anja Bihlmaiers Konzert führt über Bacewicz und Adams zu Beethovens Siebter, Pablo Heras-Casado stellt dessen Fünfter Schumanns Klavierkonzert und die feine Kunst des Puppenspielers Nikolaus Habjan zur Seite. Auch Schostakowitsch gibt es im Doppelpack: David Afkham dirigiert die Achte Symphonie des Komponisten, Daniele Rustioni dessen Zehnte.

Karten und Abonnements

Ab sofort hat der Abonnementverkauf für die Saison 2026/2027 begonnen. Alle Informationen zu den Abos und Serien der kommenden Spielzeit funter www.dso-berlin.de/abo. Der Einzelkartenverkauf beginnt nach Abschluss der Abonnementsbuchungen m 15. Juli 2026. Schriftliche Vorbestellungen per e-mail oder Brief sind möglich. Sämtliche Informationen erhalten Sie beim

Besucherservice des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin
in der Rundfunk Orchester und Chöre gGmbH
Charlottenstr. 56 | 2. OG
10117 Berlin | am Gendarmenmarkt
Öffnungszeiten: Mo bis Fr, 9 – 18 Uhr
Kontakt:
Tel 030. 20 29 87 11
Fax 030. 20 29 87 29

tickets@dso-berlin.de

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