Operntalente aus 69 Nationen bewerben sich für "Neue Stimmen"
Live Auditions in zwölf Städten entscheiden über die Teilnahme am Wettbewerb
Nach der ersten digitalen Vorauswahl mit Video-Bewerbungen ist nun die zweite Runde von Neue Stimmen 2026 gestartet. Bei internationalen Live Auditions in zwölf Städten präsentieren sich die Teilnehmenden persönlich vor der Jury. Im Anschluss entscheidet sich, wer sich für die Endrunde des Wettbewerbs vom 5. bis 9. Oktober in Gütersloh qualifiziert. Das Interesse am Internationalen Gesangswettbewerb Neue Stimmen der Liz Mohn Stiftung ist auch in seiner 21. Ausgabe ungebrochen hoch: Insgesamt 1.126 Nachwuchssänger aus 69 Nationen haben sich für den Wettbewerb registriert. Nach einer ersten digitalen Vorauswahl mit Video-Bewerbungen wurden 467 Talente zur zweiten Runde zugelassen, den sogenannten Live Auditions. Dabei stellen sich die ausgewählten Sängerinnen und Sänger in zwölf internationalen Musikmetropolen bis zum 10. Juni 2026 persönlich der Jury vor.
Den Auftakt bildet Amsterdam, den Abschluss markiert Berlin. Neben bewährten Standorten ist in diesem Jahr Houston in Texas, USA, neu im Kreis der Vorauswahlorte vertreten.
„Die hohe Zahl an Bewerbungen und die internationale Vielfalt unterstreichen die weltweite Bedeutung und Attraktivität der Neuen Stimmen. Ich freue mich sehr darauf, auch in diesem Jahr wieder außergewöhnliche Talente aus aller Welt kennenzulernen und sie auf ihrem Weg zu begleiten“, sagt Liz Mohn, Stifterin der Liz Mohn Stiftung und Initiatorin der Neuen Stimmen.
Kontinuität und neue Impulse in der internationalen Juryarbeit
Die Live Auditions 2026 werden von vier Mitgliedern der Jury getragen, die alle drei Wettbewerbsrunden begleiten: Evamaria Wieser (Casting-Direktorin der Salzburger Festspiele), Sophie Joyce (Casting-Direktorin der Opéra national de Paris), Samuel Gelber (Leiter der künstlerischen Planung der Washington National Opera) und Christoph Seuferle (Operndirektor der Deutschen Oper Berlin). Sie verantworteten bereits die Sichtung der Video-Bewerbungen in der digitalen Vorrunde und sichern auch in der Endrunde im Oktober Kontinuität und höchste fachliche Qualität im Auswahlprozess. Bei den Vorauswahlen werden sie durch weitere Jurymitglieder ergänzt: Bernd Loebe (Intendant der Oper Frankfurt) sowie Xenia Hofmann (Operndirektorin des Opernhauses Zürich) unterstützen die Jury vor Ort. Gemeinsam wählen sie rund 40 Talente aus, die sich für die Endrunde qualifizieren.
Darüber hinaus lädt der Wettbewerb gezielt internationale Experten aus der Opernbranche als Beobachter zu den Vorauswahlen ein. Für die teilnehmenden Sänger bedeutet dies zusätzliche Sichtbarkeit sowie die Möglichkeit, frühzeitig wertvolle Kontakte zu knüpfen und ihr berufliches Netzwerk nachhaltig auszubauen.
Finale in Gütersloh unter dem Jury-Vorsitz von Alexander Neef
Die Endrunde des Wettbewerbs findet vom 5. bis zum 9. Oktober 2026 in Gütersloh statt. Den Vorsitz der Jury übernimmt in diesem Jahr erstmals Alexander Neef, Intendant der Opéra national de Paris. Mit ihm steht eine international profilierte und prägende Persönlichkeit an der Spitze der Jury, die den Wettbewerb seit vielen Jahren kennt und begleitet. Alexander Neef bringt eine klare künstlerische Vision ein und setzt sich gemeinsam mit Liz Mohn, Initiatorin der Neuen Stimmen, dafür ein, die nachhaltige Förderung junger Talente weiter zu stärken – gerade in einer Zeit tiefgreifender Veränderungen in der Opern- und Kulturlandschaft.
Zur Jury der Endrunde 2026 gehören mit Samuel Gelber, Xenia Hofmann und Boris Ignatov (Casting-Direktor der Staatsoper Stuttgart) drei Opern-Experten der jüngeren Generation. Gemeinsam mit langjährig verbundenen Persönlichkeiten wie Bernd Loebe, Evamaria Wieser, Elisabeth Sobotka (Intendantin der Staatsoper Unter den Linden in Berlin) und Sophie de Lint (Direktorin De Nationale Opera in Amsterdam) steht das Gremium für eine vielfältige, international vernetzte und zugleich zukunftsgewandte Perspektive auf die Förderung junger Operntalente.
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