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Meldung vom 31.01.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Detlev Glanerts "Oceane" neu am Theater Vorpommern

Neuproduktion hat am 7. Februar in Stralsund Premiere

Ein Sommerstück für Musik“ nannte Detlev Glanert seine 2019 uraufgeführte Oper Oceane. Doch der leichtfüßige Untertitel täuscht: Das mehrfach preisgekrönte Werk nach einer Vorlage von Theodor Fontane führt seine Figuren, vor allem die melusinenhafte Titelgestalt, in existenzielle Nöte und düstere gesellschaftliche Konflikte. Eine Neuproduktion hat am 7. Februar in Stralsund Premiere.

Rätselhafte Unbekannte

„In die geordnete Welt aus Konvention und genussvoller Dekadenz bricht das Unerwartete ein: Eine unbekannte, offenbar reiche junge Frau, Oceane. Ihr Geld könnte das Hotel vor dem Verfall retten, den verliebten Sommerfrischler Martin vor der Einsamkeit. Doch schnell erkennt die Gesellschaft, dass Oceane anders ist, kühl, scheinbar emotionslos. Und schon schlägt die anfängliche Faszination für die Unbekannte um in Hass.“ So blickt das Theater Vorpommern auf seine Premiere von Detlev Glanerts Oper Oceane am 7. Februar in Stralsund voraus. Es ist, nach Berlin und Bremerhaven, die dritte Produktion des mit dem OPER! Award, dem International Opera Award sowie dem Opus Klassik ausgezeichneten Stücks.

Romanfigur wird zur abendfüllenden Oper

Theodor Fontane lässt die geheimnisvolle Titelfigur seines Romanfragments Oceane von Parceval von 1882 recht lapidar aus dem Leben verschwinden: „Der Tag ging, ein anderer kam, Oceane war fort.“ Detlev Glanert hat die Vorlage zusammen mit Hans-Ulrich Treichel, der bereits das Libretto zu Caligula (2006) schuf, im Auftrag der Deutschen Oper Berlin zu einer abendfüllenden Oper ausgesponnen, mit explizit zugespitzter Handlung, teils poetischen Gesangstexten und einer suggestiven, oft opulenten Musik, die ebenso die maritime Szenerie illustriert wie sie die psychologischen Tiefen der Figuren ergründet.

Wer ist diese Oceane, die samt ihrer Gesellschafterin Kristina die Gäste eines wilhelminischen Seebads so betört und verunsichert? Ist sie ein unerklärbares Elementarwesen, eine Meerjungfrau? Leidet sie an einer ebenso rigiden wie oberflächlichen Gesellschaft? Oder an einem krankhaften Mangel an Emotion? In jedem Fall ist sie eine ideale Operngestalt, war Inspiration für den Komponisten Detlev Glanert. Er widmete Oceane 2019 sein damals zwölftes Musiktheaterwerk. Die prominent besetzte Berliner Uraufführungsproduktion liegt als Live-Mitschnitt bei Oehms Classics (OC 985) vor.

Nun widmet sich das Theater Vorpommern dem Werk in einer neuen szenischen Aufführungsserie:

Detlev Glanert: Oceane

Folgeaufführungen: 1., 7., 22. März, 12. und 26. April 2026

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