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Meldung vom 28.02.2025

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Augsburger Philharmoniker feiern Pierre Boulez und Mikis Theodorakis

Moderiertes Konzert mit Neuer Musik

Wenn der Avantgardist Pierre Boulez und der vielseitige Mikis Theodorakis gefeiert werden – beide zu ihrem 100. Geburtstag – geht es abwechslungsreich zu: Nicht nur wegen ihrer ganz unterschiedlichen Klangsprachen: Auch die Besetzungen sind besonders, in diesem Konzert der Augsburger Philharmoniker am 16. März in der brechtbühne, geleitet von GMD Domonkos Héja. Beide waren schon zu Lebzeiten Legenden der Musikwelt und wurden mit Preisen und Ehrungen überhäuft. Kompositorisch stehen sie für gegensätzliche Richtungen: Während Boulez sich radikal von der Tradition abwandte, suchte Theodorakis nach einer Tonsprache, die auch seine griechische Herkunft mit zum Ausdruck bringt. Weltweit berühmt wurde er für seine emotionale Filmmusik zu »Alexis Sorbas«.

Musikalische Botschaften

Wie variantenreich auch die Kammermusik der beiden großen Meister ist, lässt sich am 16. März in der »Zukunft(s)musik« erleben: Sieben Cellistinnen und Cellisten des Staatstheaters stellen Pierre Boulez‘ Messagesquisse vor, das, wie der Titel sagt, aus »messages« (Botschaften) und »esquisses« (Skizzen) besteht: Boulez schickte diese musikalischen Grußbotschaften an seinen Freund, den großen Schweizer Mäzen Paul Sacher. Für das Dérive I nahm er dagegen das klangschöne Vibrafon ins Ensemble auf.

Der Unbekannte musikalische Theodorakis

Ungewöhnliche, äußerst wirksame Klangkombinationen verspricht auch das mit Flöte und Klavier bereicherte Sextett von Mikis Theodorakis, in dem lyrische und zärtliche Passagen von düsteren Erinnerungen, u.a. an den 2. Weltkrieg und den blutigen Bürgerkrieg in Griechenland durchbrochen werden. Theodorakis‘ 2. Streichquartett To Kimitirio (»Der Friedhof«) aus dem Jahr 1946 nimmt auf die Leiden und den Tod griechischer Freiheitskämpfer Bezug.

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