Midori gastiert beim Gürzenich-Orchester Köln
Joshua Weilerstein leitet das Sonderkonzert mit dem Titel "Fluchtpunkt"
Midori ist zu Gast im ersten Sonderkonzert »Fluchtpunkt« des Gürzenich-Orchester Köln. 2014 wurde sie mit Tschaikowskys Violinkonzert vom Publikum mit stehenden Ovationen gefeiert, jetzt ist sie mit Béla Bartóks Violinkonzert zu erleben. Unter der Leitung von Joshua Weilerstein erklingen Pavel Haas‘ Studie für Streichorchester, Béla Bartóks Violinkonzert und Antonín Dvořáks Sinfonie Nr. 7. Das Konzert findet am 31.10.2024 in der Kölner Philharmonie statt.
Anspruchsvolles Programm
30 Jahre liegen zwischen Béla Bartóks beiden Violinkonzerten. Während er das erste Violinkonzert als junger Mann für eine Jugendliebe schrieb, ist das Violinkonzert Nr. 2 eine Auftragskomposition des Geigers Zoltán Székely, an der er für seine Verhältnisse ungewöhnlich lange schrieb. Grund hierfür waren vielleicht auch die unterschiedlichen Meinungen zur Anlage des Konzerts. Am Ende gelingt Bartók ein Kompromiss, der beiden Ideen gerecht wird und voller Gegensätze steckt. Nur beim Schluss musste er noch einmal auf Wunsch von Székely umbauen, daher gibt es zwei Versionen. Das Gürzenich-Orchester und Midori haben sich in diesem Konzert für die Variante mit größerem Solopart der Violine entschieden – die Version, die für Székely neu geschrieben wurde.
Dem Violinkonzert vorangestellt ist Pavel Haas‘ Studie für Streichorchester. Es ist eine seiner letzten Kompositionen. Er schrieb das Stück 1943 während seiner Gefangenschaft im Konzentrationslager Theresienstadt, heutzutage ist es sein meistgespieltes Werk. Thematisch ist es eine Auseinandersetzung mit einem szenischen Zwischenspiel aus seiner Oper »Scharlatan«.
Leidenschaftlich und düster endet mit Antonín Dvořáks Sinfonie Nr. 7 in d-Moll dieses Konzert. Dvořák hatte sich mit dieser Sinfonie nicht weniger als »die ganze Welt zu bewegen« vorgenommen. Entsprechend erwartungsvoll dirigierte er die Uraufführung. Seine Hoffnung wurde erfüllt, das Publikum war begeistert und das Werk international, auch in seiner Heimat Böhmen, gefeiert. Die große emotionale Bandbreite dieser Sinfonie bewegt das Publikum auch heute noch.
Gefeierte Künstlerin mit humanitärem Engagement
Seit über 40 Jahren begeistert Midori ihr Publikum mit einer Kombination aus anmutiger Präzision und inniger Ausdruckskraft. Sie konzertiert mit allen großen Orchestern in Europa, den USA und Japan und hat mit herausragenden Dirigenten zusammengearbeitet. Darüber hinaus hat sich Midori der Förderung humanitärer und bildungspolitischer Ziele verschrieben und mehrere gemeinnützige Organisationen gegründet In Anerkennung für ihre Arbeit als Künstlerin und Humanistin wurde sie 2007 als Friedensbotschafterin der Vereinten Nationen und 2021 zur Kennedy Center Honoree ernannt. Sie spielt die Violine Guarnerius del Gesù 'ex-Huberman' von 1734.
Debüt des Dirigenten beim Gürzenich-Orchester Köln
Der US-amerikanische Dirigent Joshua Weilerstein ist derzeit Musikdirektor des Orchestre National de Lille und Chefdirigent des Aalborg Symphony Orchestra und wird weltweit als Gastdirigent eingeladen. Beim Gürzenich-Orchester gibt er sein Debüt. Neben seiner Liebe zum großen klassischen und romantischen Repertoire ist er ein unermüdlicher Verfechter der Musik unserer Zeit. Sein Podcast »Sticky Notes« erfreut sich in den USA großer Beliebtheit.
31. Okt. 2024 um 20 Uhr Sonderkonhert "Fluchtpunkt"
Kölner Philharmonie
Midori (Violine)
Gürzenich-Orchester Köln
Joshua Weilerstein, Dirigent.
Weitere Meldungen vom 29.10.2024
- [29.10.2024] Neue Kooperation der Universal Edition Wien
-
Partnerschaft mit dem Deutschen Komponisten- und Komponistinnenverband
- [29.10.2024] Midori gastiert beim Gürzenich-Orchester Köln
-
Joshua Weilerstein leitet das Sonderkonzert mit dem Titel "Fluchtpunkt"
- [29.10.2024] Hochdotierter Ribke-Preis 2024 für das ensemble reflektor
-
Preisverleihung am 3. November in Hamburg
- [29.10.2024] Kinderkonzert mit dem Arcis Saxophon Quartett
-
Der Kulturverein Grünstadt lädt zu einem musikalischer Nachmittag
