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Meldung vom 16.08.2024

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Premiere von Mozarts "Idomeneo" in Luzern

Inszenierung von Anika Rutkofsky, die musikalische Leitung hat Jonathan Bloxham

In seiner einzigen Choroper Idomeneo stellt Mozart sein musikalisches Genie unter Beweis, darüber hinaus positioniert er sich auch politisch: Die Handlung um das tragische Schicksal des Königs von Kreta übt Kritik an zeitgenössischen Herrschern und entwirft eine gesellschaftliche Zukunftsutopie. In Mozarts bewegender Oper glänzen in der Neuproduktion unter Leitung von Musikdirektor Jonathan Bloxham neben den Solisten und dem Luzerner Sinfonieorchester auch der Opernchor und der Extrachor des Luzerner Theater.

Schicksalhafter Schwur

Es ist eine Oper, die Machtansprüche, Liebesbegehren und Fragen nach Gerechtigkeit zum Thema hat genauso wie Krieg und Vertreibung. Idomeneo, der König von Kreta, gerät nach seinem Sieg über Troja in einen schweren Sturm. Verzweifelt schwört er den Göttern für seine Rettung die Opferung des ersten Menschen, der ihm in seiner Heimat begegnet. Doch dies ist der eigene Sohn.

Die schicksalhafte Geschichte setzt Mozart meisterhaft in Musik um: Seine einzige Choroper hat er selbst als eine seiner besten Werke fürs Musiktheater bezeichnet. Imposante Chorpassagen und berührende Solopartien stehen in einem ständigen Wechsel, sein Katastrophenton steht sinnbildlich für die schreckenserfüllte Volksmasse. Neben dem Opernensemble des Luzerner Theaters, ab dieser Spielzeit ergänzt um den jungen Tenor Luca Bernard, und namhaften Gästen, kommen auch Opernchor und Extrachor handlungstragende Rollen als Kreter und Trojaner zu.

Regisseurin Anika Rutkofsky, die vor zwei Jahren mit der eindrucksvollen Umsetung von Herzog Blaubarts Burg am Luzerner Theater begeisterte, fokussiert sich in ihrer Inszenierung auf den politischen und gesellschaftlichen Grundgestus der Handlung. Sie versetzt die Handlung in Mozarts Zeit, der Epoche der Aufklärung, und vertieft die aufgeworfenen Fragen des Komponisten: Welchen politischen Führern folgen wir? An welche Götter glauben wir?

Wolfgang Amadeus Mozart: Idomeneo

Ben Johnson - Idomeneo, Solenn‘ Lavanant Linke / Josy Santos - Idamante, Eyrún Unnarsdóttir - Elektra,

Tania Lorenzo Castro - Illia, Luca Bernard - Arbace, Robert Maszl - Oberpriester,

Opernchor und Extrachor Luzerner Theater

Luzerner Sinfonieorchester

Musikalische Leitung: Jonathan Bloxham.

Premiere: Sonntag, 25. August 2024 17.00 Uhr, Bühne

Opernmatinée: So, 11.8. (11.00 Uhr) / Kostprobe: Mo, 19.8. (18.30 Uhr)

Weitere Vorstellungen: Mi, 28.8. (19.00 Uhr) / So, 15.9. (15.00 Uhr) / So, 22.9. (17.00 Uhr) / Do, 26.9. (19.00 Uhr) /Sa, 28.9. (19.00 Uhr) / So, 6.10. (15.00 Uhr) / Fr, 25.10. (19.00 Uhr).

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