Trauer um Liana Isserkadze
Die georgische Geigerin, Pädagodin und Dirigentin starb im Alter von 77 Jahren
Die georgische Geigerin, Pädagogin und Dirigentin Liana Isserkadze ist im Alter von 77 Jahren in ihrer Heimatstadt Tiflis gestorben. Dies haben verschiedene Medien, darunter auch der Donaukurier, gemeldet. Liana Issakadze wurde am 2. Juli 1946 in Tiflis geboren und galt als Wunderkind, das mit kaum 10 Jahren sein erstes öffentliche Konzert gab. Ab 1963 studierte sie bei David Oistrach und wurde später seine Assistentin. 1965 gewinnt sie in Paris den ersten Preis beim Marguerite Long-Jacques Thibaud Wettbewerb, 1970 zusammen mit Pavel Kogan in Helsinki den ersten Preis beim Internationalen Jean Sibelius Wettbewerb. Im gleichen Jahr erhält sie beim Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau den zweiten Preis und tritt als Solistin im In- und Ausland auf. 1980 übernimmt sie die künstlerische Leitung des Georgischen Kammerorchesters und macht es in kürzester Zeit zu einem führenden Kammermusikensemble. Zehn Jahre später übersiedelt das Orchester mit seiner Dirigentin nach Ingolstadt, wo es nach wie vor zum musikalischen Aushängeschild der Stadt gehört. Liana Isserkadze verließ das Georgische Kammerorchester Ingolstadt 1995, weil sie sich wieder ausschließlich der Musik widmen wollte und viel Zeit geschäftlichen Dingen widmen musste. Sie gründete in Georgien ein neues Kammerorchester, dessen künstlerische Leitung sie bis 2004 inne hatte und war eine gefragte Pädagogin und Jurorin bei Wettbewerben. 2009 gründete sie ein südosteuropäisches Jugendorchester, drei Jahre später, 2011 in Tiflis, das Festival Night Serenades. Am 5. Juli ist die vielseitig begabte Musikerin nach langer schwerer Krankheit verstorben.
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