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Meldung vom 21.06.2023

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Sonderkonzert am Vorabend der Schostakowitsch Tage Gohrisch

Andrés Orozco-Estrada dirigiert die 5. Symphonie mit der Staatskapelle Dresden

Für das Sonderkonzert am Vorabend der 14. Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch, die vom 22. bis 25. Juni 2023 im Kurort Gohrisch in der Sächsischen Schweiz stattfinden, ist heute im Kulturpalast Dresden der aus Kolumbien stammende Dirigent Andrés Orozco-Estrada bei der Staatskapelle zu Gast. Er führt das Orchester durch die Symphonie Nr. 5 von Dmitri Schostakowitsch, der er das Trompetenkonzert von Schostakowitschs engem Freund Mieczysław Weinberg mit dem Solisten Håkan Hardenberger voranstellt.

Meisterwerk mit doppeltem Boden

Schostakowitsch schrieb seine 5. Symphonie zur Wiederherstellung seines Ansehens, nachdem zwei seiner Bühnenwerke durch Stalin öffentlich geschmäht wurden, was äußerst gefährlich für Leib und Leben werden konnte. Doch der angezählte Komponist gab sich nur oberflächlich einsichtig. Er schuf ein Meisterwerk mit doppeltem Boden: Nach außen entspricht die Fünfte ganz den diktierten Traditionen, eine Symphonie voller Jubel und Heiterkeit; im Innerem spricht sie vom Leiden unter dem stalinistischen Regime.

Komplexes Trompetenkonzert

Weinbergs Trompetenkonzert von 1967 stammt aus glücklicheren Zeiten, nachdem der Komponist den stalinistischen Verfolgungen entgangen war. Das extravagante Werk kombiniert humorvolle Motive mit farbenprächtigen, aber auch nachdenklichen Passagen – so komplex und vielfältig, dass Schostakowitsch das Werk als »Symphonie für Trompete und Orchester« bezeichnete. In der kunstvollen Interpretation des schwedischen Ausnahmetrompeters Håkan Hardenberger kommen die Klangmöglichkeiten des Soloinstruments zwischen leisem Flüstern und kraftvollen Fanfaren besonders gut zur Geltung.

Renommierter Dirigent

Andrés Orozco-Estrada kam 1997 zum Studium nach Wien, wo er bis heute lebt und inzwischen selbst eine Professur innehat. In den vergangenen Monaten wurden dem ehemaligen Chefdirigenten des hr-Sinfonieorchesters, des Houston Symphony Orchestra und der Wiener Symphoniker gleich mehrere neue Aufgaben angetragen: Im Spätsommer 2023 wird er Chefdirigent des Orchestra Sinfonica della RAI und mit Beginn der Saison 2025/26 tritt er zusätzlich die Stelle des Gürzenich-Kapellmeisters in Köln an. Bei der Sächsischen Staatskapelle ist der Mittvierziger regelmäßig zu Gast.

2010 hat die Staatskapelle die Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch mitgegründet und wirkt jedes Jahr bei verschiedenen Veranstaltungen mit. Das vor dem eigentlichen Beginn des Festivals in Dresden stattfindende Sonderkonzert ist ein fester Bestandteil der jährlichen Kooperation.

Sonderkonzert am Vorabend der Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch

Mittwoch, 21. Juni 2023, 20 Uhr, Kulturpalast Dresden

Karten von 12,00 bis 45,00 € sind unter www.staatskapelle-dresden.de und an der Abendkasse erhältlich.

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