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Meldung vom 05.02.2023

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Oper Genf beschließt Monteverdi-Trilogie

Neuproduktion von "Il ritorno d'Ulisse in patria"

Mit einer hauseigenen Neuproduktion von Il ritorno d'Ulisse in patria vollendet das Grand Théâtre de Genève seine Trilogie mit Werken von Claudio Monteverdi. Inszeniert wird die Oper von dem flämischen Theater-Kollektiv FC Bergman, das gerade in Venedig bei der Theaterbiennale prämiert wurde. In der Saison 2020/21 brachte die belgische Tanztheater-Compagnie Peeping Tom Vergils Aeneis aus einem ganz neuen Blickwinkel auf die Bühne. Henry Purcells Oper Dido and Aeneas wurde während der Pandemie als Stream aus dem Grand Théâtre de Genève weltweit übertragen. Nun kommt wiederum ein einzigartiges Theaterkollektiv aus Belgien, FC Bergman, nach Genf, um dieses Mal ein barockes Meisterwerk über Homers Odyssee neu zu beleuchten.

Tragischer Held

Die Sage um Odysseus, der auf seiner Irrfahrt wiederholt Schiffbruch erleidet, erscheint wie geschaffen für FC Bergman. Bereits bei seinem ersten Ausflug in die Opernwelt hatte das Kollektiv 2018 mit Georges Bizets Les Pêcheurs de perles großen Erfolg in Antwerpen, Gent, Luxemburg und Lille. Ebenso viel Beifall erhielt es später für die Theaterproduktion The Sheep Song beim Festival in Avignon, beim Holland Festival in Amsterdam und an der Comédie de Genève. Ihre fantastische Odyssee setzen diese Künstler jetzt am Grand Théâtre de Genève fort, wo sie ein wahres Feuerwerk zünden möchten.

Charismatische Interpreten

Der große Barockdirigent Fabio Biondi, der in Genf 2019/20 schon Wolfgang Amadeus Mozarts Entführung aus dem Serail einer tiefgreifenden Neuinterpretation unterzogen hatte, kehrt mit seinem Ensemble Europa Galante zurück. Seine Lesart von Il ritorno d'Ulisse in patria dürfte ebenso starke Emotionen wecken. Auf der Besetzungsliste sind hochkarätige Experten ihres Fachs vertreten. Der charismatische englische Tenor Mark Padmore übernimmt die Titelpartie. Penelope verkörpert die fulminante Altistin Sara Mingardo, die am Grand Théâtre 2015 als unvergessliche Neris in Luigi Cherubinis Medea zu erleben war.

Letzter Teil der Trilogie

Auf dem Programm steht nun der letzte Teil der Monteverdi-Trilogie, die Iván Fischer in Angriff genommen hatte. Nach L'Orfeo (2019/20) und L'incoronazione di Poppea (2021/22) zeigt die Genfer Oper mit Il ritorno d'Ulisse in patria, die am wenigsten bekannte der drei überlieferten Opern Monteverdis, die am Ende der Reise nach Ithaka führt. An der Authentizität dieses Werks, das man in der Neuzeit als unvollständiges Manuskript wiederentdeckt hatte, wurde lange gezweifelt. Die typische Handschrift des Komponisten ist aber an der Vielfalt der Musikstile zu erkennen. Die modischen Formen des Arioso, der Duette und des Ensemblegesangs berühren sich hier mit den deklamierenden Rezitativen der «Seconda prattica», die Monteverdi im Orfeo erprobt hatte. Mit außergewöhnlicher Eloquenz gestaltet er in Il ritorno d'Ulisse in patria die Charaktere und Gefühlszustände von Göttern und Menschen, wodurch er den zärtlichsten und berührendsten Teil des Triptychons erschafft.

Grand Théâtre de Genève: Claudio Monteverdi Il ritorno d'Ulisse in patria

Premiere: 27. Februar 2023, 19:30 Uhr

Weitere Vorstellungen: 28.02. und 02./03./07. März 2023, 19.30 Uhr, 05. März 2023, 15.00 Uhr

Weitere Informationen: https://www.gtg.ch/saison-22-23/le-retour-dulysse/

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