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Meldung vom 19.11.2022

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Werke, die zu Meilensteinen wurden

Bremer Philharmoniker führen Werke von Szymanowski und Korngold auf

Wie klingen Werke, die in der Musikgeschichte zu Meilensteinen wurden und eine Zeitenwende eingeläutet haben? Unter dem Dirigat von Yoel Gamzou geben die Bremer Philharmoniker darauf in ihrem 3. Philharmonischen eine Antwort. Auf dem Programm stehen Korngolds üppig orchestrierte Sinfonietta und Szymanowskis erstes Violinkonzert mit der herausragenden Violinistin Clara Jumi Kang als Gastsolistin.

Violinkonzert mit großem Klangfarbenreiz

Karol Szymanowskis Violinkonzert wird als das erste moderne Violinkonzert angesehen. Dur und Moll werden aufgelöst, ungewohnte Klänge aus anderen Kulturen eingewoben. Das Ergebnis ist ein filigraner Klangfarbenreichtum, der ebenso avantgardistische wie impressionistische Züge trägt. Der polnische Komponist selbst bezeichnete sein 1916 komponiertes Werk als „unerhört fantastisch und überraschend“. Inspiriert wurde er von dem Gedicht „Mainacht“ seines Landsmannes Tadeusz Micinsky, eine märchenhafte Huldigung der Natur. Das Echo auf Szymanowskis Violinkonzert war überaus positiv. Kritiker bescheinigten ihm eine „ungewöhnliche Vielfalt, voller unvorhersehbarer Kombinationen, reich und lebendig“, und sind begeistert von „Klangwellen, die die zarte Melodie des Solisten, die Kaskaden der Harfe umgeben. Man könnte sagen, die Landschaft verändert sich von einem Moment zum nächsten, wie ein Film“. Mit Clara Jumi Kang stellen die Philharmoniker dabei eine Gastsolistin vor, die ähnlich wie der Komponist des zweiten Werkes im Konzertprogramm – Erich Wolfgang Korngold – schon früh als musikalisches Wunderkind galt. Bereits als Vierjährige studierte sie an der Staatlichen Hochschule Mannheim und debütierte mit fünf Jahren bei den Hamburger Symphonikern.

Erfolgverwöhnt in der alten und neuen Welt

Eine Zeitenwende ganz persönlicher Art war die Sinfonietta für den damals 15jährigen Erich Wolfgang Korngold: sein erstes groß angelegtes Orchesterwerk! Die Uraufführung in Wien wurde 1913 ein sensationeller Erfolg. Was Erfindungsgabe, die harmonische Verarbeitung des Materials und die handwerkliche Souveränität anbelangt, zeigte sich der junge Korngold mutig auf der Höhe seiner Zeit. Seine Sinfonietta wurde innerhalb kürzester Zeit auf allen großen Bühnen Europas und Amerikas gespielt. Nicht weiter überraschend also, dass Korngold nach seiner Flucht vor dem nationalsozialistischen Regime als Immigrant in den USA mit offenen Armen begrüßt wurde und u.a. in Hollywood als Filmkomponist große Erfolge verzeichnen konnte.

3. Philharmonisches Konzert der Bremer Philharmoniker

Montag, 28. November 2022, 19:30 Uhr

Dienstag, 29. November 2022, 19:30 Uhr

Konzerthaus Glocke

Domsheide 4/5

28195 Bremen

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Die Vergabe der Punkte durch die Jury ist im Internet einsehbar

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