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Meldung vom 06.04.2022

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Tatjana Gürbaca inszeniert Janáčeks "Jenůfa" am Grand Théâtre de Genève

Damit setzt das Genfer Haus die Reihe zum Opernschaffen Leoš Janáčeks fort

Nach Die Sache Makropulos, einer Neuproduktion, die in der vergangenen Saison am Grand Théâtre gezeigt wurde, setzt das Genfer Haus die Reihe zum Opernschaffen Leoš Janáčeks nun mit einer Neuproduktion von Jenůfa fort. Jenůfa erlebte ihre Uraufführung 1904 am Nationaltheater in Brünn, kam aber erst 20 Jahre später in New York auf die Bühne. Nach Wagner war zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Zeit für Janáčeks musikalischen Realismus – mit national- folkloristischen, aber auch schon internationalen Tendenzen – noch nicht reif. Sie führte den bereits über Fünfzigjährigen aber schließlich doch noch zum Höhepunkt seiner Bekanntheit.

Nahe an der Ursprungsgeschichte, dem auf dem Land spielenden Theaterstück „Ihre Stieftochter“ von Gabriela Preissová, geht es in Jenůfa um die fatale Verbindung dreier Frauen unterschiedlicher Generationen und ihrer Beziehung zu Gesellschaft und Liebe. Lüge erzeugt Lüge, alles Unausgesprochene führt zu weiterem Verschweigen und so endet das Drama damit, dass nur die Bitte um Vergebung und die damit verbundene „Erlösung“ die Personen im Stück noch retten kann.

Subtile Personen-Führung

Mit Tatjana Gürbaca tritt bereits zum dritten Male eine Regisseurin in dieser Saison in Genf an, die damit gleichzeitig mit ihrem Regieteam, bestehend aus Henrik Ahr (Bühne), Silke Willrett (Kostüme) und Stefan Bolliger (Licht), erstmalig im französisch-sprachigen Raum inszeniert. Bewandert im Thema „Erlösung“, hat Gürbaca mit ihrer Regiearbeit für Parsifal an der Flämischen Oper Antwerpen/Gent 2013 sowohl die Auszeichnungen „Beste Produktion des Jahres“ als auch „Beste Regisseurin des Jahres“ der Zeitschrift Opernwelt für sich und ihr Team verbuchen können. Ihre Ästhetik bezieht ihre Kraft aus den raffiniert reduzierten Ausstattungen von Henrik Ahr und entfaltet in einem Theater voller Emotionen die Psychologie menschlicher Beziehungen. Zahlreiche Arbeiten an Häusern wie Berlin, Wien, Antwerpen und Zürich legen Zeugnis davon ab.

Emotionen und gesellschaftliche Zwänge

Die starke Besetzung in Genf wird angeführt vom tschechischen Dirigenten Tomáš Hanus, ein ausgewiesener Janáček-Spezialist auf den Bühnen dieser Welt, der sein Debüt am Grand Théâtre gibt. Die amerikanische Sopranistin Corinne Winters ist ideal für die Rolle der Jenůfa mit ihrer fragilen Erscheinung, die von einem intensiven Sopran perfekt ergänzt wird. Ihr Gegenüber ist die Wagner-Heroine Evelyn Herlitzius in der Partie der Küsterin, ihrer Stiefmutter. Beide Sängerinnen sind übrigens in diesem Sommer gemeinsam auch bei den Salzburger Festspielen in Janáčeks Katjá Kabanová zu erleben. Die beiden renommierten Tenöre Daniel Brenna (Laca Klemeň) und Ladislav Elgr (Števa Buryja) singen die männlichen Hauptpartien in dieser Oper.

Grand Théâtre de Genève: Leoš Janáček Jenůfa

(eine Koproduktion mit der Deutschen Oper am Rhein)

Premiere: 03. Mai 2022, 20.00 Uhr

Weitere Aufführungen: 05./07./09./11. und 13. Mai 2022.

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