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Meldung vom 07.12.2021

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Matthias Schulz wird neuer Intendant in Zürich

Nachfolger für Andreas Homoki ab 2025 gefunden

Matthias Schulz wurde heute bei einer Pressekonferenz vom Präsidenten des Verwaltungsrates der Opernhaus Zürich AG, Markus Notter, als neuer Intendant des Opernhauses Zürich vorgestellt. Der 44-Jährige tritt die Nachfolge von Andreas Homoki an, der das Haus seit 2012 leitet und auf eigenen Wunsch 2025 den Posten niederlegt. Matthias Schulz, derzeitiger Intendant der Berliner Staatsoper Unter den Linden, tritt sein Amt in Zürich mit dem Beginn der Saison 2025/26 am 1. August 2025 an. Im Sinne der Kontinuität wird der gebürtige Bayer ab dem 1. August 2024 für eine organische Übergabe und Einarbeitung zur Verfügung stehen.

Markus Notter (Verwaltungsratspräsident Opernhaus Zürich AG, Vorsitzender der Findungskommission): «Mit der Entscheidung für Matthias Schulz haben wir einen sehr profilierten Kulturvermittler und erfahrenen Theaterleiter für die Intendanz des Opernhauses Zürich gewinnen können. Die Findungskommission hat sich nach einem gezielten selektiven Verfahren einstimmig für die Berufung von Matthias Schulz entschieden. Wir freuen uns sehr, einen ausgezeichneten Nachfolger für Andreas Homoki gefunden zu haben und sind sicher, dass er die größte Schweizer Kulturinstitution, ein Flaggschiff des internationalen Musiktheaters, auf dem eingeschlagenen Weg der Öffnung erfolgreich in die Zukunft führen wird».

Matthias Schulz (designierter Intendant Opernhaus Zürich): «Über die Wahl zum Intendanten des Opernhauses Zürich bin ich wahnsinnig glücklich. Das Opernhaus Zürich, zusammen mit dem Ballett Zürich, der Philharmonia Zürich und dem Chor der Oper, steht für höchste musikalische wie inszenatorische Qualität, lebendiges wie vielfältiges Opernrepertoire, Impulse durch Moderne sowie die Pflege der historischen Aufführungspraxis. Diese wesentlichen Bestandteile des Hauses gilt es weiterzuentwickeln und durch mutige neue Sichtweisen zu bereichern. Dabei ist es mir sehr wichtig zu zeigen, dass sich künstlerische Leidenschaft und ökonomischer Sachverstand nicht automatisch ausschließen.

Die Mitarbeiter sind die wertvollste Ressource des Hauses und es geht neben der künstlerischen Entwicklung auch um Zukunftsfragen des gemeinsamen Arbeitens. Im Dialog mit den Mitarbeitenden und der Öffentlichkeit möchte ich einen Kulturbetrieb im heutigen Umfeld gestalten und werde dabei die Entwicklung der Institution als Ganzes fest im Blick behalten. Selbstverständlich gehört es zu den zentralen Aufgaben, nachfolgende Generationen für die Kunstform Oper zu begeistern und auch neue Publikumsschichten zu gewinnen.

Es ist meine Überzeugung, dass jede und jeder in der Oper Fantastisches erleben kann, dass diese Kunstform die Fähigkeit zur Empathie stärkt und dass sie uns helfen kann, den Ambivalenzen des Lebens besser zu begegnen. Dies in Zürich nun zu beweisen, ist einfach eine wunderbare Aufgabe mit großer Perspektive und die Motivation ist groß, das Opernhaus Zürich vom hochgeschätzten Andreas Homoki zu übernehmen».

Andreas Homoki (Intendant Opernhaus Zürich seit September 2012): «Ich freue mich sehr für Zürich und für Matthias Schulz über dessen Berufung. Ich schätze ihn sehr als Kollegen und bin fest davon überzeugt, dass er mit seiner unaufgeregten und zielstrebigen Art eine sehr gute Wahl für das Opernhaus Zürich ist. Während der Übergangszeit werde ich ihn natürlich tatkräftig unterstützen».

Matthias Schulz wurde 1977 in Bad Reichenhall (Bayern) geboren und studierte Klavier in Salzburg und Volkswirtschaft in München. Mit den Salzburger Festspielen verbindet Matthias Schulz eine langjährige Beziehung. Ab seinem 22. Lebensjahr war er in verschiedensten Bereichen tätig und wurde vom Projektleiter, zum Konzert- und Medienreferenten und 2009 zum Leiter der Konzertplanung ernannt. In dieser Position war er für die Mitgestaltung der Programme sowie für die Disposition und Verknüpfung sämtlicher Festspielproduktionen zuständig. Ein Schwerpunkt lag in den Jahren dieser Zusammenarbeit auf dem Bereich des zeitgenössischen Musiktheaters.

2012 wechselte Matthias Schulz als Künstlerischer Leiter und Kaufmännischer Geschäftsführer in Personalunion zur Stiftung Mozarteum in Salzburg. Neben der Programmierung der Festival- und Konzertprogramme sowie weiteren Verantwortlichkeiten in den beiden anderen Kernbereichen der Stiftung, Wissenschaft und Museen, erstreckte sich seine Tätigkeit als Finanz- und Personalchef zudem auf Fundraising, Marketing, Pressearbeit und Medienproduktionen.

Im Juni 2015 wurde Matthias Schulz zum designierten Intendanten der Berliner Staatsoper Unter den Linden ernannt. Nach einer Übergangsphase als Ko-Intendant führt er das Amt seit April 2018 vollumfassend aus. Der Wiedereinzug und die Eröffnung nach einer siebenjährigen Generalsanierung, die Prägung des Programms durch Auftragswerke und deren Uraufführung, die Neugründung des internationalen Festivals «Barocktage» und die neue Reihe für experimentelles Musiktheater «Linden 21» gehörten dabei zu wesentlichen Aufgaben und Errungenschaften. Nachwuchsförderung und Education-Programme wie z.B. die Neugründung eines Opernkinderorchesters in Zusammenarbeit mit allen bezirklichen Musikschulen Berlins sowie der Ausbau des Kinderopernhauses Berlin mit Ausstrahlung in zehn Berliner-Bezirke gehören zu zentralen Anliegen seiner Arbeit. Matthias Schulz war und ist Vorstandsmitglied verschiedener Festivals sowie Jurymitglied internationaler Wettbewerbe. Er ist mit einer Juristin verheiratet und Vater von vier Töchtern und einem Sohn im Alter von 9 bis 21 Jahren.

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