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Meldung vom 15.10.2021

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Uraufführung im Münchner Künstlerhaus

Der Star-Bass-Bariton Tomasz Konieczny singt „Apokalypse“ von Aleksander Nowak sowie die „Kindertotenlieder“ von Gustav Mahler

Am Sonntag, 7. November, um 19.30 Uhr dürfen sich Liebhaber klassischer Musik auf einen Liederabend der besonderen Art freuen. Im Festsaal des Münchner Künstlerhauses gibt es neben den Kindertotenliedern von Gustav Mahler, unter dem Titel „Apokalypse“ eine Uraufführung von Kompositionen von Aleksander Nowak zu hören. Dargeboten werden die Lieder von dem viel gefeierten polnischen Bass-Bariton Tomasz Konieczny. Am Flügel dürfen sich die Besucher auf Lech Napierała freuen.

Star des Abends ist der aufstrebende Bass-Bariton Tomasz Konieczny. Geboren 1972 in Łódź studierte er zunächst Schauspiel an der dortigen Filmakademie. Heute ist er auf den international wichtigsten Bühnen, wie zum Beispiel der Met, der Scala, der Bayerischen Staatsoper, der Opéra Bastille oder der Semperoper zu Hause und war in der Vergangenheit auch bereits bei den Bayreuther sowie den Salzburger Festspielen zu hören. Besonders verbunden ist er der Wiener Staatsoper, wo er 2019 zum „Österreichischen Kammersänger“ ernannt wurde. Sein vielfältiges Repertoire umfasst Rollen, wie Holländer, Wotan, Scarpia, Mandryka, Jochanaan, Pizarro und viele mehr. Aber auch als Konzert- und Liedsänger ist er ein überaus gefragter Interpret.

Seit vielen Jahren arbeitet Tomasz Konieczny eng mit dem Pianisten Lech Napierała zusammen. Er konzertiert als Solist, Kammermusiker und Liedbegleiter in Sälen, wie dem Wiener Musikverein, der Wiener Staatsoper, der Philharmonie Berlin, der Warschauer Nationalphilharmonie, der Warschauer Nationaloper oder im NOSPR Sendesaal Kattowitz.

Außergewöhnlicher Liederabend

Gemeinsam gestalten sie einen außergewöhnlichen Liederabend. Highlight des Konzerts ist die Uraufführung von Apokalypse aus der Feder von Aleksander Nowak. Der zeitgenössische, polnische Komponist lehrt aktuell zudem an der Musikhochschule in Katowice und leitet dort die Abteilung für Komposition und Musiktheorie. Seine viel gefeierten Kompositionen wurden alleine in diesem Jahr zum Beispiel mit dem Fryderyk Phonographic Award 2021, dem Jahrespreis des Polnischen Komponistenverbands 2021 oder dem Kulturpreis der Stadt Krakau 2021 ausgezeichnet.

Die Texte zu Apokalypse stammen von Krzysztof Kamil Baczyński (1921 – 1944), einem Vertreter der „Generation Kolumbus“. Inspiriert von den Werken von Slowacki und Norwid sind seine Gedichte geprägt vom Tod, einem unvermeidlichen Begleiter im täglichen Leben des Warschauer Dichters jüdischer Herkunft. Obwohl er von Geburt an gesundheitlich angeschlagen war, war er Zeit seines Lebens im Untergrund aktiv. Seine Rolle als Dichter verstand er als Barden, der das menschliche Gewissen wecken will. Seine Gedichte zeigen Visionen auf und sind gezeichnet von Symbolik.

Darüber hinaus kommen die Kindertotenlieder von Gustav Mahler (1860 – 1911) nach Texten von Friedrich Rückert (1788 – 1866), einem der größten deutschen Dichter, zur Aufführung. Bis heute gelten diese fünf Lieder – zusammengestellt zu einem musikalisch integrierten Ganzen von zunehmender Dynamik – als ein Höhepunkt der lyrischen Vokalmusik. Ähnlich wie Krzysztof Kamil Baczyński war auch er sich des Unvermeidlichen bewusst. Glück war für Mahler kein dauerhafter Zustand, was ihn veranlasste in der glücklichsten Phase seines Lebens die fünf Gedichte von Rückert zu vertonen. Die Uraufführung der Kindertotenlieder fand 1905 in Wien statt. Zwei Jahre später starb Gustav Mahlers geliebte Tochter Anna im Alter von fünf Jahren. Gustav Mahler brach daraufhin zusammen, überzeugt davon die Tragödie vorausgesehen zu haben.

Hervorragend aufeinander abgestimmtes Programm

Der minimalistische Musikabend, den Tomasz Konieczny Apokalypse genannt hat, wird vervollständigt durch eine Videoinstallation des namhaften polnischen Multimedialen Künstlers und Grafikdesigners Adam Dudek. „Die Besucher dürfen sich auf ein hervorragend aufeinander abgestimmtes Programm freuen. Apokalypse von Aleksander Nowak und Gustav Mahlers Kindertotenlieder bilden eine einmalige Symbiose. Vorgetragen von dem großartigen Tomasz Konieczny erwartet die Zuhörer ein unvergesslicher Konzertgenuss“, sagt der Veranstalter Florian Zwipf-Zaharia von Arte-Musica-Poetica.

Ticketbestellungen sind ab sofort unter www.muenchenticket.de, per E-Mail an info@arte-musica- poetica.de oder telefonisch unter 0171 87 55 237 möglich. Die Tickets kosten 30 Euro (Kategorie 1) bzw. 25 Euro (Kategorie 2).

Weitere Informationen unter www.arte-musica-poetica.de.

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