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Meldung vom 18.02.2021

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Erste Lübecker Professur für Musikergesundheit

Gemeinsame Professur der Musikhochschule Lübeck und der Universität

Die Musikhochschule Lübeck (MHL) und die Universität zu Lübeck (UzL) schreiben erstmals eine gemeinsame Professur für Musikergesundheit aus. Durch Vernetzung mit anderen Institutionen wie den Lübecker Musikschulen und dem Theater Lübeck soll durch diese Stiftungsprofessur, die zunächst von der Possehl-Stiftung Lübeck finanziert wird, ein „Lübecker Modell zur Musikergesundheit“ entstehen. Es soll nicht nur Studierenden und Hochschulangehörigen, sondern auch anderen Musikprofis und musikausübenden Laien zugutekommen und einen umfassenden Beitrag zur vielfältigen regionalen Musikkultur leisten.

Musikhochschule und Universität haben ein „Lübecker Modell zur Musikergesundheit“ begründet, zu dem künftig Lehrtätigkeit und Forschung an beiden Hochschulen sowie Beratung für Musikprofis und Laien gehören. Viele Musikausübende leiden unter gesundheitlichen Problemen. Dazu gehören schmerzhafte Verspannungen, eingeschränkte Bewegung, Tinnitus, Lampenfieber und Versagensängste. Sie können gravierende Folgen für das Musizieren haben und im schlimmsten Fall das Ende einer Karriere bedeuten. Gründe sind in Fehlhaltungen oder Überbelastung zu suchen, vielfach auch in psychischem Stress und Leistungsdruck, dem Musikausübende oftmals ausgesetzt sind.

Für Studierende, Profis und Laienmusiker

Das Lübecker Modell zeichnet aus, dass es sich nicht nur an Hochschulangehörige richtet, sondern mit Weiterbildungsangeboten und Beratung auch an Lehrkräfte der Musikschulen, freischaffende Musikunterrichtende, Orchestermusikerinnen und -musiker sowie singende und musizierende Laien. Es fußt auf einer engen Kooperation der MHL, der UzL und dem UKSH mit seinen Kliniken. Andere Lübecker Kulturinstitutionen sind Kooperationspartner wie die Lübecker Musikschulen und das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck.

Max Schön, Stiftungsvorstand der Possehl-Stiftung Lübeck sagt dazu: „Die Possehl-Stiftung finanziert diese Professur, weil sie in vielfacher Hinsicht richtungsweisend ist: Musikhochschule Lübeck und Universität zu Lübeck kooperieren zum Wohl der Kulturschaffenden in unserer Stadt. Denn die Begleitung und Entwicklung junger, begabter Künstlerinnen und Künstler umfasst so viel mehr als die Ausbildung künstlerischer Virtuosität. Ein achtsamer Umgang mit der eigenen Gesundheit kann einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung einer selbstbewussten Künstlerpersönlichkeit leisten. Besonders schön ist, dass die jetzt entstehenden Angebote nicht nur den Studierenden, sondern auch Laienmusizierenden zu Gute kommen werden.“

Zur Professur für Musikergesundheit, die voraussichtlich ab Wintersemester 2021 an der MHL verankert wird, gibt es auch eine Stelle für wissenschaftliche Mitarbeit, die den Aufbau einer Einrichtung für Musikmedizin an der UzL unterstützen soll. Die Anschubfinanzierung für das Lübecker Modell leistet mit rund 600.000 Euro die Possehl-Stiftung Lübeck für zunächst fünf Jahre, nach einer Evaluation soll die Professur dann verstetigt und von der MHL und Uzl weiterfinanziert werden. Die vielfältige Lübecker Musikkultur könnte mithilfe dieser Unterstützung der Hochschulen langfristig und nachhaltig erhalten werden. Weitere Informatinen unter www.mh-luebeck.de

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