30 Jahre Orpheum Stiftung
Jubiläumskonzerte im Konzertsaal Tonhalle Maag, Zürich
Seit 30 Jahren ermöglicht die Schweizerische Orpheum Stiftung künstlerische Begegnungen auf höchstem Niveau, in dem sie herausragende junge Solisten einen der ersten Auftritte mit renommierten Orchestern und unter der Obhut bedeutender Dirigenten ermöglicht oder ihnen die Chance einer Zusammenarbeit mit herausragenden Pianisten offeriert. In diesem Jahr blickt die Stiftung auf drei reiche Jahrzehnte zurück, in denen sie damals junge, außergewöhnlich begabte Solisten am Anfang ihrer Karriere unterstützt hat. Zu den geförderten Musikern zählen u.a. die heutigen Weltstars Renaud Capuçon, Martin Grubinger, Sol Gabetta, Yuja Wang und Alice Sara Ott. Ihr 30-jähriges Jubiläum feiert die Stiftung gleich mit drei Konzerten: In Zürich (07.11.), Baden (08.11.) und Basel (09.11.). Der international renommierte schweizer Pianist Oliver Schnyder (Klavier) gestaltet zusammen mit dem jungen Zürcher David Nebel (Violine) und dem türkischen Cellisten Dorukhan Doruk (Violoncello) eine kammermusikalische Soiree. Zum Abschluss des Beethoven-Jahres erwartet das Publikum ein Kammermusik-Abend mit einem reinen Beethoven-Programm.
„Orpheum verdanke ich meinen Karrierestart“, sagt der Pianist Oliver Schnyder (Jg. 1971). „Orpheum gab mir als Schweizer die Möglichkeit, mich auf dem internationalen Parkett zu beweisen – zuhause in Zürich“. Sein Debüt 2002 mit dem Tonhalle-Orchester Zürich unter David Zinman anlässlich der Orpheum-Musikfesttage mit dem 2. Klavierkonzert von Camille Saint-Saëns löste einhellige Begeisterung bei Publikum und Presse aus.
Die Orpheum Stiftung – eine Erfolgsgeschichte
Aus der Ahnung heraus, dass es für junge hochbegabte Musiker selbst nach dem Gewinn eines renommierten Wettbewerbs oft schwierig bleibt, sich eine künstlerische Existenz aufzubauen, beschlossen 1990 eine Reihe von kulturbegeisterten Unternehmern unter der Führung des Verlegers Hans Heinrich Coninx eine Stiftung zu gründen. „Ich realisierte, dass sich die Karrieren der aufstrebenden Künstler mit finanzieller Hilfe allein nicht vorantreiben lassen“, sagt Coninx. „Damit sich Erfolg einstellt, muss man jungen Solisten die Möglichkeit bieten, mit hervorragenden Dirigenten und Orchestern zu arbeiten und sich bei Auftritten vor großem Publikum zu beweisen.“
Engagement auch in der nächsten Generation
Über 100 Orchesterkonzerte und Rézitals hat die Orpheum Stiftung seitdem organisiert und finanziert und somit über 200 jungen Solisten aus über 30 Ländern die Begegnung mit berühmten Dirigenten ermöglicht, darunter David Zinman, Christoph Eschenbach, Mariss Jansons, Georges Prêtre, Armin und Philippe Jordan, Zubin Mehta, Sir Neville Marriner, Michael Sanderling, Paavo Järvi oder Marcello Viotti. Die meisten Konzerte wurden in der Tonhalle Zürich realisiert in Partnerschaft mit deren Orchester. Doch auch internationale Orchester wirkten mit wie das Tschaikowsky-Sinfonieorchester Moskau, die Bamberger oder Wiener Symphoniker, das Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino oder die Camerata Salzburg. Besonders erfreulich ist, dass das Engagement des Gründers Hans Heinrich Coninx inzwischen auch auf die nächste Generation weitergegangen ist. Claudia Coninx-Kaczynski, die Tochter des Stiftungsgründers ist seit 2017 Vizepräsidentin der Orpheum Stiftung. Ihr ist es gelungen, eine strategische Zusammenarbeit mit der Müller-Möhl Foundation zu initiieren. Die gemeinsam realisierten Anlässe ermöglichen es, unter dem Motto «Talent kennt kein Geschlecht» die Förderaspekte der beiden Stiftungen zu verbinden. In gemeinsam veranstalteten Konzerten traten u.a. Chiara Enderle (Cello), Julia Hagen (Cello) und Aimi Kobayashi (Klavier) auf.
Konzerttermine:
Samstag, 7.11.2020, 19.30 Uhr, Konzertsaal Tonhalle Maag, Zürich
Sonntag, 8.11.2020, 17 Uhr, Druckerei Baden
Montag, 9. 11.2020, 19.30 Uhr, Hans-Huber Saal, Stadtcasino Basel.
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