Saisonabschluss beim Gürzenich-Orchester Köln
Erstmals dirigiert Daniel Harding das Kölner Orchester
Mit zwei Konzerten am 28. Juni beendet das Gürzenich-Orchester seine Konzertsaison 2019/20. Die Konzerte in der Kölner Philharmonie um 11 Uhr und 14 Uhr sind Abschluss und Debüt zugleich: Erstmals dirigiert Daniel Harding das Kölner Gürzenich-Orchester. Tenor Andrew Staples und Hornist Přemysl Vojta sind als Solisten zu erleben.
Die Lyrische Suite von Alban Berg bildet den Auftakt des Konzertprogramms. Darin verarbeitet der Komponist ein einschneidendes Erlebnis: die intensive Liebesaffäre mit der verheirateten Hanna Fuchs-Robbetin. Ursprünglich für Streichquartett komponiert, bearbeitete Berg selbst drei der Sätze für Streichorchester. Das Andante amoroso zeichnet nach Beschreibung des Komponisten eine Szene im Hause Hannas, das Allegro misterioso offenbart das Liebesgeheimnis das im Trio estatico kulminiert. Das Adagio appassionato schildert den Nachhall dieser Liebesnacht.
Der Kanonendonner des 2. Weltkriegs bildete 1943 das Hintergrundgeräusch zu Benjamin Brittens Liederzyklus für Streichorchester, Horn und Tenor. Ein sechsteiliger Vokalzyklus, in dem sich der Komponist populärer Gedichte englischer Autoren aus mehreren Jahrhunderten bedient. Wie aus einer anderen Welt wirken dagegen die beiden Volksliedvertonungen, in denen die Zerrüttungen des 20. Jahrhunderts noch nicht zu spüren sind.
Der Besuch des Konzerts ist Abonnenten des Gürzenich-Orchesters und Mitgliedern der Concertgesellschaft vorbehalten.
So 28.06.20 - 11 Uhr + 14 Uhr Kölner Philharmonie
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