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Meldung vom 19.02.2020

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Opern-Neuentdeckung bei den Osterfestspielen in Rheinsberg

ohann Adolf Hasses „Semele“ im Schlosstheater

Über mehrere Generationen schlummerte sie im Archiv und wurde erst vor wenigen Jahren wiederentdeckt: Johann Adolf Hasses La Semele o sia La richiesta fatale. Bei den diesjährigen zweiten Osterfestspielen Schloss Rheinsberg ist die „Serenata“ des einstigen Starkomponisten Hasse erstmals wieder in Deutschland zu erleben.

Hasses „Semele“ am authentischen Ort – erstmals mit Countertenor<\h3>

Die fatale Dreiecksgeschichte um den Gott Jupiter und seine sterbliche Geliebte Semele, der die Eifersucht der betrogenen Gattin Juno zum Verhängnis wird, gestaltete Hasse in mitreißenden Gesangspartien, die das emotionale Spektrum der Figuren ausloten; so ist mit dieser klein besetzten Oper ein musikalisches Kleinod zu entdecken. Der italienische Musikforscher und Dirigent Claudio Osele, der das Werk im Archiv des Wiener Musikvereins entdeckte und zusammen mit dem Regisseur Georg Quander bei den Innsbrucker Festwochen 2018 erstmals wieder auf die Bühne brachte, hat auch in Rheinsberg die musikalische Leitung: Im Unterschied zu Innsbruck, wo Jupiter als Hosenrolle besetzt war, ist nun der u.a. bei den Händel-Festspielen Halle gefeierte italienische Countertenor Filippo Mineccia zu erleben. In der Titelpartie debütiert die russische Sopranistin Nadya Meyer, Preisträgerin des Internationalen Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg, die 2018 die Besucher des Sommerfestivals als Ännchen bezauberte. Roberta Invernizzi, in Innsbruck gefeiert, singt abermals die Partie der Juno. Die Instrumentalparts musiziert Claudio Oseles historisch informiertes Ensemble Le Musiche Nove.

„Gefährliche Liebschaften“ – Osterfestspiele am Rheinsberger Musenhof<\h3>

Mit den „Semele“-Aufführungen in Rheinsberg erklingt Hasses Musik an einem authentischen Aufführungsort: Johann Adolf Hasse (1699 – 1783) zählte zu den berühmtesten Komponisten seiner Epoche und wurde von dem kunstliebenden Kronprinzen Friedrich hoch geschätzt, der an seinem Rheinsberger Hof musikalische Aufführungen und Lustbarkeiten veranstaltete. An diese Idee des Musenhofs, den nach Friedrich dessen Bruder Prinz Heinrich weiterentwickelte, knüpfen die Osterfestspiele mit ihrem Programm aus Oper, Schauspiel, Konzert und Führungen an: Unter dem Motto „Gefährliche Liebschaften“ sind außer Hasses Semele auch Kabale und Liebe in einer gefeierten Inszenierung von Jo Fabian (Staatstheater Cottbus) und eine literarisch-musikalische Matinée mit Texten von Choderlos de Laclos und Mozart-Arien zu erleben. Bei thematischen Schlossführungen und dem Osterspaziergang lässt sich dem Lebensgefühl des Rokoko nachspüren. Zur Einstimmung auf das Osterfest lädt die Aufführung von Haydns Sieben letzte Wortes unseres Erlösers am Kreuz durch das renommierte Leipziger Reinhardt-Quartett, ergänzt um besinnliche Texte, die der Schauspieler Ulrich Noethen liest.

Osterfestspiele Schloss Rheinsberg Freitag, 9. – Montag, 13. April 2020<\h3>

Tickets: Mail: tickets@musikkultur-rheinsberg.de - Telefon: 033931 72117 (Mo.-Fr. 10-15 Uhr) oder an der Tourist-Information Rheinsberg, Tel. 033931 34940.

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